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Eine Woche vor Beginn des Ryder Cup in Chaska/Minnesota ist der Nervenkrieg zwischen den besten Golfern der USA und Europas im Gang. Europas Doyen Lee Westwood hinterfragt die Rolle von Tiger Woods.

Der 14-fache Majorturnier-Gewinner Tiger Woods ist wegen seiner Rückenprobleme schon über ein Jahr ausser Gefecht. Heuer wird er nicht mehr Wettkampfgolf spielen. Der amerikanische Ryder-Cup-Captain Davis Love bot Woods jedoch als einen seiner vier Vizecaptains auf. Woods soll für den prestigeträchtigen Teamwettkampf gegen die besten zwölf Europäer die Rolle des Taktikers übernehmen, was immer das heissen mag.

Für den Engländer Lee Westwood, der seinen zehnten Ryder Cup in Folge spielen wird, ist Woods' Nomination fragwürdig. Woods selber hatte am Ryder Cup meistens wenig Erfolg, vor allem in den Doppeln. Die Mitspieler hatten so viel Respekt vor dem alles überragenden Superstar, dass keiner gern mit ihm spielte. "Ich kann mir vorstellen, dass es für die Amerikaner kontraproduktiv sein wird, Woods im Team eine Rolle zu geben", sagte Westwood. Unter all den ichbezogenen Profis ist Woods vielleicht der egoistischste. Er könnte sich auch nächste Woche in den Vordergrund stellen wollen, obwohl er nicht spielt und deshalb im Hintergrund bleiben müsste. Westwood hätte genauso gut fragen können: Was hat Tiger Woods am Ryder Cup zu suchen?

Lee Westwood kritisierte auch US-Captain Davis Love wegen dessen Umgang mit den vier Wildcards. Die ersten drei Wildcards vergab Love an Spieler, die bis heute kein grosses Turnier gewonnen haben. Love überging beispielsweise den zweimaligen US-Masters-Sieger Bubba Watson, wenngleich dieser der Beste der nicht direkt Qualifizierten war und obwohl er die Nummer 7 der Welt ist. Nächsten Montag wird Love die letzte Wildcard zuteilen. Vielleicht wird es Bubba Watson bei dieser Gelegenheit doch noch ins Team schaffen.

Die Europäer streben in Chaska im US-Bundesstaat Minnesota ihren vierten Triumph in Serie an. Damit würden sie einen Rekord aufstellen.

sda-ats

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