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Universität von Istanbul: Die türkischen Behörden führen nach Informationen einer Zeitung eine weitere Säuberungswelle bei staatlichen Institutionen durch. 6000 Staatsbedienstete verlieren demnach ihre Stelle. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/EMILIO MORENATTI

(sda-ats)

Rund ein halbes Jahr nach dem Putschversuch entlässt die Türkei einem Zeitungsbericht zufolge weitere 6000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Betroffen sein sollen Polizisten, Angestellte des Justiz- und Gesundheitsministeriums und Universitätslehrkräfte.

Türken, die sich im Ausland aufhielten und von den Behörden gesucht würden, könnten ihre Staatsbürgerschaft verlieren, wenn sie nicht innerhalb von drei Monaten zurückkehrten, berichtete die Zeitung "Hürriyet" am Freitag weiter.

Nach dem gescheiterten Umsturzversuch im Juli vergangenen Jahres wurden bereits mehr als 125'000 Staatsbedienstete suspendiert und rund 41'000 festgenommen. Zu den bereits Entlassenen gehören neben Soldaten und Polizisten auch Beamte der Steuerbehörden, Krankenschwestern und Hebammen.

Die türkische Führung beschuldigt den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, Drahtzieher des versuchten Putsches zu sein und schon zuvor den Sturz der Regierung angestrebt zu haben. Gülen hat dies zurückgewiesen.

Die Türkei hatte in dieser Woche den nach dem Putschversuch verhängten Ausnahmezustand um weitere drei Monate bis Mitte April verlängert. Er erlaubt der Regierung und Präsident Recep Tayyip Erdogan, das Parlament bei neuen Gesetzen zu umgehen und Bürgerrechte einzuschränken. Der Notstand wurde zunächst für drei Monate ausgerufen und dann um weitere drei Monate verlängert.

SDA-ATS