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Yann Marti scheidet beim Swiss Open in Gstaad in der 1. Runde aus. Im Duell zweier Qualifikanten unterliegt der Walliser dem Tschechen Jan Mertl 4:6, 7:6 (7:5), 2:6.

Im zweiten Satz schlug Mertl (ATP 306) zweimal zum Matchgewinn auf, doch Marti (ATP 391) zog den Kopf zweimal aus der Schlinge. Mit dem Rücken zur Wand spielte er am besten. Das Tiebreak entschied der Schweizer, der zuletzt vom Internationalen Tennisverband (ITF) für vier Monate gesperrt wurde, bei der ATP aber spielberechtigt ist, mit 7:5 für sich.

Im dritten Satz gewann aber wieder der Tscheche, der mit 34 Jahren erstmals überhaupt im Hauptfeld eines ATP-Turniers stand, die Oberhand. Ein erstes Break gelang Mertl zum 3:1, ein zweites am Ende zum 6:2. Nach knapp zweieinviertel Stunden schlug Marti einen Smash ins Netz und verpasste damit die Chance, nach 2014 ein zweites Mal in Gstaad die Achtelfinals zu erreichen.

"Ich bin natürlich enttäuscht", gab der 28-jährige Walliser zu. "Ich habe hier sicher eine Chance verpasst. Aber jeder, der im Hauptfeld ist, kann Tennis spielen." Mertl, ein 1,90 m grosser Hüne, habe während der gesamten Partie gut aufgeschlagen. "Dadurch war ich bei meinen Service-Games immer unter Druck." Immerhin habe er gekämpft und mitgehalten, obwohl er nur mittelmässig gespielt habe.

Juschni zu stark für Nikles

Mit Johan Nikles (ATP 874) scheiterte auch der zweite von insgesamt fünf Schweizern in der Startrunde. Der 19-jährige Genfer, mit einer Wildcard ins Turnier gekommen, stand gegen den routinierten Michail Juschni (ATP 66), den Swiss-Open-Champion von 2013, auf verlorenem Posten. Bei seinem Debüt auf der ATP Tour startete Nikles gut und hielt die Partie bis zum 3:3 ausgeglichen. Danach zog der Russe aber davon und setzte sich 6:3, 6:2 durch.

"Es war eine tolle Erfahrung", fand Nikles gleichwohl. "Und eine Motivation für das Training in den nächsten Monaten." Insgesamt habe er aber zu wenig kühlen Kopf bewahrt, zu viele "blödsinnige" Fehler gemacht und ein paar Mal zu sehr für die Galerie spielen wollen.

Antoine Bellier (ATP 538), der dritte Schweizer, der am Montag im Einsatz stand, unterlag dem brasilianischen Qualifikanten Thiago Monteiro (ATP 110) in einem Linkshänder-Duell trotz respektabler Leistung 3:6, 5:7.

sda-ats

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