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Nimmt am Montag den Betrieb auf: Das landesweit grösste Bundesasylzentrum auf der ehemaligen Abfalldeponie Feldreben in Muttenz.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Das grösste Bundesasylzentrum (BAZ) der Schweiz nimmt am Montag in Muttenz den Betrieb auf. In den Hallen des BAZ Feldreben können bis zu 500 Asylbewerber während der Phase der Registrierung und Befragung zu den Asylgründen untergebracht werden.

Im siebten BAZ der Schweiz werden vorerst nur 20 bis 30 Asylsuchende einquartiert, sagte Barbara Büschi, stellvertretende Direktorin des Staatssekretariats für Migration (SEM) am Mittwoch vor den Medien. Sobald der Betrieb gut laufe, werden mehr Asylbewerber nach Muttenz kommen.

Die Registrierung der Asylbewerber sei wichtig, sagte Büschi. "Wir wollen wissen, wer sich in der Schweiz aufhält". Das SEM richtete für die Erstaufnahme und Registrierung rund 40 Arbeitsplätze ein. Die Asylbewerber bleiben in der Regel drei Wochen im BAZ bevor sie an die Kantone weitergegeben werden.

In bestehende Hallen auf dem Feldreben-Areal wurden in den vergangenen Monaten Wohnmodule aus Holzbrandschutzplatten eingebaut. Rund 100 Wohneinheiten stehen zur Verfügung. In den Familienzimmern stehen fünf bis acht Betten. Zudem gibt es Aufenthalts-, Schul- und Verpflegungsräume sowie Zimmer für die ärztliche Versorgung.

Hotline für die Bevölkerung

Eine private Firma liefert das Essen. Die Asylbewerber müssen aber den Geschirrabwasch und weitere Hausarbeiten erledigen. Privatfirmen sind für die Beschäftigung der Asylsuchenden sowie für die Sicherheit im BAZ und in der Umgebung des Zentrums zuständig.

Für die Bevölkerung wurde eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet. Der Betrieb des BAZ Feldreben ist vorerst auf zwei Jahre befristet. Sollten wieder deutlich mehr Asylsuchende in die Schweiz einreisen, müsste die Gemeinde eine Erhöhung der Unterbringungsplätze für bis zu 900 Personen bewilligen.

Die Kosten für die Betreuung und Beschäftigung der Asylsuchenden und für die Sicherheit übernimmt das SEM. Die Plätze im BAZ Feldreben werden dem Kontingent des Kantons Baselland bei der Verteilung der Asylsuchenden angerechnet. Regierungsrat Anton Lauber und der Muttenzer Gemeindepräsident Peter Vogt zeigten sich denn auch zufrieden mit dieser Lösung.

sda-ats

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