Bundesrat Schneider-Ammann eröffnet 87. Automobilsalon in Genf

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Johann Schneider-Ammann nahm beim Rundgang auch am Steuer eines mit Brennstoffzelle betriebenen Autos Platz.

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

(sda-ats)

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat am Donnerstag den 87. internationalen Automobilsalon in Genf eröffnet. Die 180 Autohersteller zeigen dieses Jahr in den Genfer Messehallen 126 Welt- und Europapremieren.

Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung unterstrich bei der Eröffnungsrede seine Leidenschaft für Autos. Diese symbolisierten Unabhängigkeit, sagte Johann Schneider-Ammann.

Mit etwas Wehmut erinnerte er sich auch an sein erstes Auto und überraschte mit der Aussage, es sei leuchtend orange gewesen. Schneider-Ammann betonte die Bedeutung der Autoindustrie für die Schweizer Wirtschaft.

Er zeigte sich guter Hoffnung, dass die Schweizer Zulieferer für Autohersteller aus der ganzen Welt ihren Platz an der Spitze der Innovation behaupten werden, auch wenn die Autoindustrie vor einem digitalen Wandel stehe.

"Das Auto wird sich verändern" sagte Johann Schneider-Ammann. Es werde vernetzter und digitaler sein. Er zeigte sich dennoch überzeugt, dass Puristen auch künftig den Autopiloten ausschalten werden, um in den Genuss des Autofahrens zu kommen.

Protektionismus "eine Bedrohung"

Der Bundesrat mahnte auch vor dem Protektionismus, der seit den Wahlen in den Vereinigten Staaten wieder aufkomme. Für die weltoffene Autoindustrie sei das "eine Bedrohung", geschweige denn für die Schweizer Wirtschaft, die einen von zwei Franken im Ausland verdiene.

Nach einer Eröffnungsrede begab sich der Wirtschaftsminister auf den traditionellen Rundgang durch den Autosalon. Dabei zeigte er sich besonders angetan von innovativen Autos. So setzte er sich ans Steuer eines Autos, dass über eine Brennstoffzelle mit Wasserstoff angetrieben wird.

Der Präsident der Genfer Kantonsregierung, François Longchamp, verwies in seiner Rede auf den Image-Wandel des Autos in der Gesellschaft. Für junge Menschen sei das Auto immer weniger ein Statussymbol, sagte Longchamp.

700'000 Besucher erwartet

Bis zum Ende des Automobilsalons am 19. März werden in Genf 700'000 Besucher erwartet.Der Autosalon ist damit die grösste Ausstellung der Schweiz. Zum dritten Jahr in Folge zeigt der Uhrenhersteller Tag Heuer eine Sonderausstellung zum Automobilrennsport.

Die Autobranche präsentiert auf einer Fläche von 77'000 Quadratmeter die neusten Modelle. Die internationale Aufmerksamkeit für den Automobilsalon ist enorm: Mehr als 10'000 Medienschaffende aus aller Welt sind akkreditiert. Der Autosalon gehört nach wie vor zu den fünf wichtigsten Automessen der Welt.

SDA-ATS

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