Eklat um Theaterstück zum Gedenkjahr für Germaine de Staël


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Der Regisseur Alain Carré muss innert drei Wochen ein neues Stück fürs Gedenkjahr von Germaine de Staël auf Schloss Coppet auf die Beine stellen. Für das ursprünglich geplante "Fantôme de l'Elysée" hat er die Rechte nicht bekommen. (Pressebild)

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(sda-ats)

Kurz vor Beginn des Gedenkjahres zum 200. Todestags der französischen Schriftstellerin Germaine de Staël auf dem Schloss Coppet (VD) muss ein Theaterstück wegen Problemen mit Autorenrechten abgesagt werden. Es wird in letzter Minute durch ein anderes Stück ersetzt.

Drei Wochen vor der Premiere wurden dem Regisseur Alain Carré für die Bühnenadaption des Buches "Fantôme de l'Elysée" die Autorenrechte verweigert. Der Regisseur bestätigte der Nachrichtenagentur sda am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung "La Côte".

Er habe sich während eines halben Jahres beim Verlag um eine Antwort bemüht, sagte Alain Carré. Ein direkter Kontakt mit dem Buchautor Philippe Dessertine sei ihm verweigert worden. Der Verlagshaus habe ihm erst vor einer Woche mitgeteilt, dass der Autor seine Einwilligung nicht gebe.

"Das ist das erste Mal dass ich in meiner 35-jährigen Karriere mit einem solchen Problem konfrontiert bin", sagte der Regisseur Alain Carré. Er stellte in letzter Minute auf das Theaterstück "Voltaire Rousseau" um, an dem er nun Tag und Nacht arbeite.

Gegnerin von Napoleon

Germaine de Staël starb am 14. Juli 1817 im Alter von 51 Jahren in Paris. Die Lektorin von Jean-Jacques Rousseau war mit dem Schriftsteller Benjamin Constant liiert und hat sich gegen Napoleon aufgelehnt.

Letzterer untersagte ihr den Aufenthalt in Frankreich, worauf sie für mehrere Jahre im Exil lebte. Das Schloss Coppet, wo die Intellektuelle lange gelebt hat, ist das Zentrum des Gedenkjahres.

SDA-ATS

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