Bern (awp/sda) - Mit der Eröffnung des Gotthardbasistunnels im Jahr 2017 soll die Bergstrecke nicht verschwinden. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) sucht deshalb nach Möglichkeiten, um die Kosten für den Unterhalt zu senken. In Frage kommt zum Beispiel eine Einspur-Strecke.
Die Bergstrecke durch den Tunnel zwischen Göschenen UR und Airolo TI sei aus heutiger Sicht nicht in Gefahr, sagte BAV-Sprecherin Olivia Ebinger am Donnerstag zu einem Bericht der Zeitung "Le Temps". Die Linie werde als Ersatzstrecke dienen für den Fall, dass der Basistunnel gesperrt werden müsse.
Zudem würden Lokalzüge die Bergdörfer miteinander verbinden, sagte Ebinger. Wegen der wenigen Passagiere werde es aber nicht möglich sein, die Bergstrecke rentabel zu betreiben. Als Ausweichstrecke für den Güterverkehr eigne sie sich schlecht.
Eine Möglichkeit, die Kosten zu senken, sieht des BAV darin, die Strecke nur noch einspurig zu befahren. Damit die Züge kreuzen können, könnten sogenannte Doppelspur-Inseln gebaut werden. Entscheide seien aber noch keine gefallen, sagte Ebinger.
Eine von der SBB und dem Kanton Uri in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahr 2006 kam zum Schluss, dass die Region ihre touristischen Angebote entwickeln muss. Die Studie schlug vor, dass die Kantone Uri, Tessin, Graubünden und Wallis gemeinsam eine Gesellschaft für die Vermarktung der Gotthard-Region gründen. Auch die SBB sollte sich gemäss der Studie engagieren.

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