Wie haben Menschen in der ländlichen Schweiz im Verlauf der Jahrhunderte gewohnt, gebaut und gelebt? Dieser Frage soll ein grosses Forschungsprojekt im Freilichtmuseum Ballenberg nachgehen. Starten soll es im kommenden Jahr.

Das Freilichtmuseum Ballenberg zeigt 109 historische Gebäude und traditionelles Handwerk, eingebettet in Gärten, Weiden und Felder. Ein Besuch in der Vergangenheit der ländlichen Schweiz. Allerdings fehlen die ursprünglichen Bewohnerinnen und Bewohner. Diesen soll sich nun ein grosses Forschungsprojekt widmen, wie das Freilichtmuseum am Donnerstag mitteilte.

Finanziell unterstützt wird es durch den Schweizerischen Nationalfonds SNF. Es seien dafür vier neue Stellen für Doktoranden und Postdoktoranden vorgesehen.

Das Forschungsteam um Walter Leimgruber von der Universität Basel und Marion Sauter von der Hochschule Luzern will ab kommendem Jahr die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Wechselwirkungen von Ballenberghäusern und Bewohnergenerationen, Architektur und Baubetrieb untersuchen, hiess es in der Mitteilung. Der Untersuchungszeitraum reicht von den frühesten noch vorhandenen Quellen bis in die Gegenwart. Das Projekt soll vier Jahre laufen.

Den Anstoss gab ein Pilotprojekt über drei Ballenberg-Bauernhäuser und ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Die Untersuchung habe den Kenntnisstand erheblich erweitert und gezeigt, dass sich Weiterforschen lohne, hiess es.

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