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US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview die sanfte Brexit-Strategie der britischen Premierministerin Theresa May kritisiert.

KEYSTONE/EPA AFP POOL/BEN STANSALL / POOL

(sda-ats)

US-Präsident Donald Trump hat die von der britischen Premierministerin Theresa May verfolgte Brexit-Strategie kritisiert. Gleichzeitig drohte er schwere Konsequenzen für den Handel mit den USA an.

Trump sagte in einem Interview der britischen Boulevardzeitung "The Sun" vom Freitag, die nunmehr von May anvisierte enge Bindung an die Europäische Union nach dem Brexit würde dazu führen, dass die USA bei einem allfälligen Handelsabkommen mit Grossbritannien doch wieder mit der EU verhandeln müssten. Folglich würde diese Brexit-Form ein solches bilaterales Abkommen zwischen den USA und Grossbritannien wahrscheinlich töten, sagte Trump.

Er fügte hinzu: "Wenn sie das tun, wird ihr Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten vermutlich nicht zustande kommen." Mays Pläne sehen unter anderem eine Zollunion und ein Freihandelsabkommen mit der EU vor. Trump betonte, der Brexit sollte nicht auf dieser weichen Art und Weise vollzogen werden.

Die "Sun" veröffentlichte Audio-Ausschnitte des Interviews am Donnerstagabend bereits kurz nachdem May den US-Präsidenten Trump im Blenheim Palace nahe Oxford zu einem festlichen Gala-Dinner empfangen hatte.

Demonstratives Lob

Bei der von May getroffenen Vereinbarung handele es sich nicht um das, worüber das britische Volk im Referendum abgestimmt habe, sagte Trump. Er lobte den bisherigen britischen Aussenminister Boris Johnson, der am Montag wegen Mays Kurs zurückgetreten war. "Ich denke, er wäre ein grossartiger Ministerpräsident", sagte Trump über Mays Rivalen. "Ich denke, er hat die richtige Einstellung, um ein grossartiger Premierminister zu sein", fuhr Trump fort.

Nach Angaben der "Sun" fand das Interview am Mittwoch vor dem Nato-Gipfel in der US-Botschaft in Brüssel statt.

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