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Hat erneut ein solides Quartal abgeliefert: UBS-CEO Sergio Ermotti

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

(sda-ats)

Die Grossbank UBS hat im zweiten Quartal einen Reingewinn von 1,17 Milliarden Franken geschrieben, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch startet die Aktie am Freitag mit einem Abschlag in den Handel.

Die UBS-Titel eröffneten bei einem Kurs von 17,02 Franken und damit um 2,2 Prozent tiefer. In der Folge verstärkte sich der Abgabedruck noch und die Scheine fielen in den ersten Handelsminuten um zeitweise 4,3 Prozent. Auch der Gesamtmarkt gemessen am Leitindex SMI tendierte tiefer.

Händlern zufolge näherten sich die Titel der UBS in den Wochen vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen kontinuierlich dem bisherigen Jahreshöchstkurs bei 17,49 Franken. Der Abschlag wird denn auch vorwiegend mit Gewinnmitnahmen erklärt.

Vermögensverwaltung unter Erwartung

Unter dem Strich stand bei der grössten Schweizer Bank im zweiten Quartal ein Reingewinn von 1,17 Milliarden Franken zu Buche- 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und deutlich mehr als von Analysten erwartet. Allerdings fällt der Gewinnbeitrag aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft insgesamt etwas schwächer aus als prognostiziert und die Kernkapitalquote fällt überraschend stark auf 13,5 Prozent.

Zusammengenommen erzielte die UBS im internationalen sowie im US-Vermögensverwaltungsgeschäft einen Vorsteuergewinn von 879 Millionen Franken, 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Bank hatte dieses Geschäft im Zuge des Konzernumbaus zum wichtigsten Standbein erklärt.

Satt waren auch die Gewinne der Investmentbank. Der Vorsteuergewinn von April bis Juni betrug hier 451 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es lediglich 284 Millionen gewesen.

Das Schweizer Geschäft mit Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden warf 356 Millionen Franken ab, nach 534 Millionen 2016. Der Rückgang war von der UBS aufgrund tieferer Nettozinserträge infolge des anhaltenden Negativzinsumfelds erwartet worden.

Über alle Bereiche gesehen, erzielte die UBS einen Vorsteuergewinn von 1,50 Milliarden Franken und damit nur unwesentlich mehr als im Vorjahr.

Tieferer Geschäftsertrag

Der Geschäftsertrag sank leicht auf 7,3 Milliarden Franken von 7,4 Milliarden Franken. Dies bei einem leicht gesunkenen Geschäftsaufwand von 5,8 Milliarden Franken nach 5,9 Milliarden im Vorjahr.

Wie die Bank weiter mitteilte, betrugen die per 30. Juni annualisierten Nettokosteneinsparungen 1,8 Milliarden Franken. Damit sieht sich die Bank auf Kurs, das angestrebte Sparziel von 2,1 Milliarden Franken bis Ende Jahr erreicht zu haben.

"In Anbetracht der Marktbedingungen haben wir im zweiten Quartal ein sehr gutes Ergebnis erzielt", kommentiert CEO Sergio Ermotti die Leistung.

Für das Gesamtjahr gab sich die UBS verhalten optimistisch: Die lange Zeit zurückhaltenden Kunden seien mittlerweile aktiver. Eine weiterhin tiefe Volatilität und saisonale Effekte könnten die Kundenaktivität jedoch weiterhin beeinträchtigen.

Tiefere Rückstellungen

Zu den laufenden milliardenschweren Rechtsstreitigkeiten - der Auseinandersetzung mit dem US-Justizministerium wegen Tricksereien am US-Immobilienmarkt und dem Steuerstreit in Frankreich - gab es zunächst keine Neuigkeiten. Die zusätzlichen Rückstellungen für Rechtsfälle und ähnlichem betrugen in den Monaten April bis Juni insgesamt 9 Millionen Franken. Im Vorquartal waren an gleicher Stelle noch 33 Millionen und vor einem Jahr waren 72 Millionen Franken verbucht worden.

Die französischen Behörden werfen der UBS vor, reichen Franzosen geholfen zu haben, Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Es ist einer der grössten noch offenen Rechtsfälle für die UBS.

Im März war bekannt geworden, dass der Streit vor ein französisches Gericht kommt. Nach einer mehr als fünfeinhalbjährigen Untersuchung hatten die Behörden entschieden, Anklage gegen die Schweizer Grossbank zu erheben. Die UBS weist sämtliche Vorwürfe zurück.

Laut Medienberichten war die UBS auf den Vorschlag der Staatsanwaltschaft, den Streit mit der Zahlung von 1,1 Milliarden Euro beizulegen, nicht eingegangen.

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SDA-ATS