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Der Probebetrieb im Gotthard-Basistunnel ist am Montag erfolgreich verlaufen. (Archivbild)

KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

(sda-ats)

27 Tage vor Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels ist die SBB fahrplanmässig unterwegs: Der laufende Probebetrieb zeigt auf, dass die Personen- und die Güterzüge mit den geplanten Geschwindigkeiten und der vorgesehenen Anhängelast durch den Tunnel brausen können.

Somit könnten die geplanten Reise- und Trassenzeiten eingehalten und das Angebot 2017 im Güter- und Personenverkehr fahrplanmässig umgesetzt werden, schreibt die SBB in einer Medienmitteilung vom Montag. Im Vorfeld berichteten verschiedene Medien, dass der neue Fahrplan allenfalls nicht eingehalten werden könne, weil die Züge im Gotthard-Basistunnel offenbar nicht auf die vorgesehene Geschwindigkeit von 200 km/h kommen würden.

Nun aber teilte die SBB mit, dass Personenzüge im Gotthard-Basistunnel die derzeit geplante Geschwindigkeit von 200 km/h erreichen, und die Güterzüge mit 100 km/h und der vorgesehenen Anhängelast von maximal 1600 Tonnen in Nord-Süd-Richtung und 1400 Tonnen in Süd-Nord-Richtung verkehren würden. Dies zeige der laufende Probebetrieb auf.

Seit Mitte Oktober wird jeweils donnerstags und freitags der Mischverkehr - also Personen- und Güterzüge in regelmässiger Abfolge - getestet. Erfolgreich, wie die SBB weiter schreibt. An diesen Tagen seien jeweils bis zu 16 Personen- und bis zu 90 Güterzüge pro Tag im neuen Tunnel statt auf der Panoramastrecke unterwegs.

Zwei ausserordentliche Testtage

Bis zur Inbetriebnahme des Basistunnels wird die SBB rund 5000 solcher kommerzieller Fahrten mit Güter -und Personenzügen durchgeführt haben. Am Montag stand einer von zwei ausserordentlichen Testtagen an.

Von morgens um 5.46 Uhr bis abends um 24 Uhr lenkt die SBB insgesamt 48 Personenzüge und rund 40 Güterzüge durch den Gotthard-Basistunnel statt über die Panoramastrecke.

Aufgrund der schnelleren Verbindung werden die IC- und EC-Reisenden früher in Bellinzona beziehungsweise in Arth-Goldau ankommen. Um den Fahrplan einhalten zu können, werden die Züge an beiden Orten während rund 20 Minuten warten. Am 1. Dezember ist ein weiterer Schwerpunkttag geplant.

sda-ats

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