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"Radio Energy Zürich" voraussichtlich gerettet (AF)

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 13:50 publiziert

(ergänzt um weitere Details)
Zürich (awp/sda) - Das Privatradio "Energy Zürich" sendet Anfang 2010 voraussichtlich weiter. Ermöglichen soll dies der Kauf der zweiten UKW-Konzession von Giuseppe Scagliones Music First Network AG, wie "Energy"-Geschäftsführer Dani Büchi am Freitag vor den Medien in Zürich sagte.
Käufer und Verkäufer sind sich einig. Für beide sei es eine Win-win-Situation, sagte Scaglione. Er habe stets von einer UKW-Konzession geträumt. Plötzlich habe er zwei gehabt, eine für das "Jugendradio 105" und eine für "Radio Monte Carlo Züri" ("RMC Züri"). Letztere tritt er nun ab.
Allerdings muss das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) der Konzessionsübertragung noch zustimmen, wie Büchi weiter ausführte. Die Konzession gilt für den Grossraum Zürich.
Das UVEK muss innerhalb von drei Monaten entscheiden, wie es am Freitag mitteilte. Vor seinem Entscheid führt es eine Anhörung durch bei der Regierung des Kantons Zürich, beim Zürcher Stadtrat, den konzessionierten UKW-Radiosendern des Grossraums Zürich sowie bei den Interessenorganisationen der Medienbranche.
Das UVEK prüft, ob die Konzessionsvoraussetzungen auch nach der Übertragung erfüllt sind. "Radio Energy Zürich" müsse glaubhaft darlegen, dass es die von "Radio RMC Züri" in Aussicht gestellten Leistungen erfüllen wird, heisst es weiter. Dani Büchi kündigte "moderate Anpassungen im Bereich Information" an.
Die UKW-Konzession von "Energy Zürich" für das grosse Sendegebiet Zürich/Glarus läuft am 31. Dezember 2009 aus. Sollte das Verfahren bis dann nicht abgeschlossen sein, darf der Sender "bis zum Ausgang des Genehmingungsverfahrens auf der Grundlage der Konzession von Radio RMC weitersenden", schreibt das UVEK.
Bei "Energy"-Besitzerin Ringier zeigte man sich am Freitag zuversichtlich. Marc Walder, Geschäftsführer von Ringier Schweiz, hält einen Rekurs gegen einen positiven Entscheid für "nicht sehr sinnvoll". Er verwies auf die Konzessions-Übertragung des Genfer Radios "Buzz fm" auf "One fm" und jene von "Radio Basel 1" auf "Radio Basel".
Walder bedankte sich bei Scaglione für seinen "mutigen, zukunftsgerichteten Entscheid" im Sinne der "Energy"-Hörer und der Radiolandschaft Schweiz.
"Radio Energy Zürich" gehört zu 51% dem Ringier-Konzern und zu 49% zur französischen NRJ Gruppe, dem grössten europäischen Radiokonzern. Das Radio ist mit heutigem Konzept seit August 2003 auf Sendung und beschäftigt rund 60 Mitarbeitende.
uh

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