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ABB baut Automationsdivisionen um - will Wachstumschancen besser nutzen (AF)

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 07:40 publiziert

(Ergänzt um Angaben zu den neuen Divisionen und zu den Managementpositionen)
Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB stellt seine Automationsdivisionen neu auf. Per Anfang 2010 werden die Geschäftseinheiten der Divisionen Automationsprodukte und Robotik zu den zwei neuen Divisionen "Industrieautomation und Antriebe" und "Niederspannungsprodukte" zusammengefasst. Die Division Prozessautomation bleibt in ihrer heutigen Form bestehen und wird um das Instrumentierungsgeschäft der Division Automationsprodukte ergänzt.
Wie ABB am Freitag mitteilt, will sich das Unternehmen mit diesen Massnahmen besser auf das Kundenspektrum ausrichten. Das Unternehmen bündle Geschäftsfelder mit ähnlichen Kunden, Technologien und Servicemodellen - damit könnten künftig Lösungen für die Kunden schneller entwickelt werden. "Das Automationsgeschäft von ABB mit seiner Ausrichtung auf Produktivität und Energieeffizienz birgt enormes Wachstumspotenzial", lässt sich CEO Joe Hogan in der Mitteilung zitieren.
Die neue Division "Niederspannungsprodukte" umfasst Geschäftsbereiche, die hauptsächlich Niederspannungsprodukte mit geringerem Wartungsbedarf für den Verkauf an Grosshändler, OEMs und Systemintegratoren produzieren. Die Division erzielte 2008 mit rund 19'000 Mitarbeitern einen Proforma-Umsatz von 4,8 Mrd USD. Geleitet wird die Division von Tom Sjökvist, der zur Zeit für die Division Automationsprodukte verantwortlich zeichnet.
Die Division "Industrieautomation und Antriebe" umfasse Produkte und Systeme, die in der diskreten Fertigungsindustrie zur Anwendung kommen und halte ein breites Angebot für den Sonnen- und Windenergiesektor und die Bahnindustrie bereit. Diese Produkte erforderten einen intensiveren, massgeschneiderten Service, so ABB. Die Division erzielte 2008 mit ebenfalls rund 19'000 Mitarbeitern einen Proforma-Umsatz von 6,6 Mrd USD.
Die Leitung der Division "Industrieautomation und Antriebe" wird von Ulrich Spiesshofer übernommen, der zur Zeit in der Konzernleitung für die Konzernentwicklung verantwortlich ist.
Veli-Matti Reinikkala bleibt Leiter der Division Prozessautomation, so ABB weiter. Anders Jonsson, zur Zeit Leiter der Division Robotik, bleibe Mitglied der Konzernleitung und übernehme neu die Verantwortung für die Umsetzung des Kostensenkungsprogramms sowie der Global-Footprint-Initiative von ABB.
ABB werde für die neue Organisation zusammen mit den kommenden Q4-Ergebnissen Proforma-Zahlen für den Auftragseingang, den Umsatz und den EBIT im Berichtszeitraum 2007 bis 2009 nennen. Ausserdem würden dann die mittelfristigen Finanzziele der Divisionen für 2007 bis 2011 im Hinblick auf die neue Struktur angepasst.
ra/ch

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