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Zürich (awp/sda) - ABB hat für mögliche Übernahmen eine prall gefüllte Kriegskasse. "Wir besitzen 5 Mrd USD Cash für Akquisitionen", sagte Konzernchef Joe Hogan am Freitag beim Capital Markets Day in Zürich. Laut dem Unternehmenschef will ABB aber kein weiteres Standbein errichten.
"Sie werden nicht sehen, dass wir ein Medizinaltechnik- oder Pharmaunternehmen kaufen", sagte Hogan. Das Interesse liege speziell bei jenen Nischen, die das heutige Technologieportefeuille des Konzerns ergänzen und erweitern.
ABB habe die solideste Bilanz in der Branche, sagte Hogan. Grundsätzlich stünden 1 Mrd USD pro Jahr für Zukäufe bereit.
"Man muss auch betrachten, was man überhaupt kaufen kann und wo solche Zukäufe sinnvoll sind", sagte Hogan. Im Blick habe ABB sicherlich kleinere und mittlere Übernahmeobjekte: "Ich will aber nicht ausschliessen, dass wir auch etwas Grosses übernehmen könnten", sagte der Konzernchef.
Für die Wachstumspläne der ABB generell spielten die Schwellenländer eine zentrale Rolle. Zu den ganz grossen Fragen für ABB zähle, wie stark das Unternehmen in China sei. Hogan wertet den heutigen Stand und die Marktdurchdringung seines Konzerns in den aufstrebenden Volkswirtschaften als gut.
ABB macht weltweit Milliardengeschäfte, in dem der Konzern Technologie für erneuerbare Energien, zur Steigerung der Energieeffizienz und für die Industrie-Produktion verkauft. In den Schwellenländern entwickelt sich die Nachfrage nach der dafür notwendigen Infrastruktur besonders rasch.
Das Industrieunternehmen gibt sich zuversichtlich für die weitere Entwicklung, zeichnet jedoch ein unterschiedliches Bild der Geschäftsfelder. "Unsere frühzyklischen Geschäftsfelder erholen sich weiter kräftig, während das langzyklische Infrastrukturgeschäft schwierig bleibt", heisst es von CFO Michel Demaré
Obwohl die EBIT-Marge im dritten Quartal wegen eines unterschiedlichen Geschäftsmixes traditionell gegenüber dem zweiten Quartal zurückgehe, rechnet das Unternehmen damit, dass im dritten Quartal 2010 sowohl der Umsatz in Lokalwährungen als auch die EBIT-Marge, bereinigt um Derivategeschäfte und Restrukturierungskosten, über dem Wert des Vorjahresquartals liegen werden.
Das Kostensenkungsprogramm sei unverändert auf Kurs, um das Kostensenkungsziel von 3 Mrd USD bis Ende 2010 zu erreichen, heisst es weiter.
ps/rt

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