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Abu Dhabi strebt nach mehr Macht über Daimler

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 17:20 publiziert

DUBAI/STUTTGART (awp international) - Das Emirat Abu Dhabi will seinen Einfluss auf den Autohersteller Daimler ausbauen. Er wolle den Anteil von 9,1 auf 15 Prozent erhöhen, sagte der Chef des staatlichen Investmentfonds Aabar, Khadem Al Qubaisi, am Montag der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er stehe in Verhandlungen mit Daimler über den Kauf von weiteren Aktien, ergänzte er. Weitere Details gab er nicht preis.
Ein Sprecher des Autobauers lehnte auf Anfrage einen Kommentar ab. Den Börsianern reichte aber schon die Ankündigung aus Arabien: Die Aktie stieg im Laufe des Tages um knapp 5 Prozent auf 35,83 Euro und notierte damit nur knapp unter ihrem Jahreshöchststand.
BILLIGER EINSTIEG
Der Staatsfonds, in dem Abu Dhabi seine Ölmilliarden anlegt, war im März über eine Kapitalerhöhung bei Daimler eingestiegen. Die Autokrise hatte den Wert der Papiere tief in den Keller gedrückt auf 20,27 Euro pro Stück. Das nutzten die Scheichs, um zum grössten Anteilseigner des Luxuswagen-Herstellers aufzusteigen. Bereits damals hatten sie sich eine Aufstockung offengehalten, was wiederholt zu Spekulationen über Zukäufe führte.
Seitdem haben Aabar und Daimler mehrere Projekte zusammen angeschoben. Sie halten einen gemeinsamen Anteil am Elektroauto-Hersteller Tesla und übernahmen am Montag zusammen das Formel-1-Team Brawn GP. "Ich mag an Daimler, dass sie jedes Quartal mit neuen Ideen herauskommen und wir so jedes Quartal neue Geschäfte mit ihnen abschliessen können", sagte Aabar-Chef Al Qubaisi. Zwei bis drei weitere Projekte seien in der Pipeline./das/nl

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