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Basel (awp) - Das Geschäftsjahr 2010 war bei Acino massgeblich durch die Rückrufaktion für den Blutverdünner Clopidogrel und einen harten Preiskampf geprägt. Infolge von Einmaleffekten konnte aber unter dem Strich ein Gewinn ausgewiesen werden. Für das laufende Geschäftsjahr und noch mehr mittelfristig zeigt sich das Management optimistisch und rechnet mit steigenden Umsätzen und einem höheren Betriebsergebnis.
Der Umsatz sank im Berichtsjahr auf 127,5 (158,2) Mio EUR. Während im Bereich Peroral (feste orale Darreichungsform) die Verkäufe hauptsächlich infolge der Clopidogrel-Rückrufaktion auf 90,8 (124,8) Mio EUR sanken, konnte der Absatz im Segment Parenteral (transdermale therapeutische Systeme und bioabbaubare Wirkstoffimplantate) auf 36,7 (33,4) Mio EUR gesteigert werden. Unter Ausrechnung des Clopidogrel-Effektes sei der Umsatz im Kerngeschäft um 7% höher, so Acino.
Der Betriebsgewinn verringerte sich auf Stufe EBITDA auf 18,0 (64,8) Mio EUR, was einer Marge von 14,1% entspricht. Auf Stufe EBIT resultierte ein Verlust von 9,0 (Gewinn 40,4) Mio EUR. Dennoch wird ein Reingewinn von 4,5 (33,5) Mio EUR ausgewiesen.
Die liquiden Mittel beliefen sich per Ende 2010 auf 20,5 (32,6) Mio EUR; die Eigenkapitalquote beträgt 73,3 (77,7)%.
CLOPIDOGREL-RÜCKRUF KOSTET 15 MIO EUR REINGEWINN
Der Clopidogrel-Rückruf drückte den Umsatz im Berichtsjahr um 18,5 Mio EUR und den Reingewinn um 15,0 Mio EUR, sagte CFO Marcel von Ah vor den Medien. Hingegen resultierte aus der Übernahme des Iclaprim-Geschäfts von Arpida im Jahr 2009 ein a.o. Ertrag von 9,3 Mio EUR und hat die Neubewertung steuerlicher Verlustvorträge zu einem Finanzergebnis von 3,2 Mio (0,6) Mio EUR geführt, wird der Reingewinn erklärt.
Die finanziellen Folgen der Clopidogrel-Rückrufaktion sollen nun vorüber sein. "Die Rückstellungen von 20-24 Mio EUR sind ausreichend", sagte der CFO. Vom indischen Hersteller Glochem, an dem Acino zu 20% beteiligt ist, sollen 5 Mio EUR zurück fliessen, hiess es weiter.
ZUVERSICHT FÜR MITTELFRISTIGE ENTWICKLUNG
Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 2,50 CHF je Aktie durch eine verrechnungssteuerfreie Rückzahlung aus der Kapitaleinlagereserve vorgeschlagen. Die Beibehaltung des Dividendenniveaus wird mit dem langfristig positiven Ausblick begründet. Für das laufende Geschäftsjahr 2011 hat das Management ein Umsatzwachstum im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich prognostiziert. "Unsere Prognose ist eher konservativ", sagte CEO Peter Burema.
Die EBITDA-Marge dürfte gemäss CFO von Ah den Vorjahreswert deutlich übertreffen, werde aber noch unter dem angestrebten nachhaltigen Niveau von 25% verharren.
"Acino ist sehr viel mehr als Clopidogrel. Clopidogrel war schön und wird uns auch in Zukunft gute Umsätze bringen", so der CEO weiter. Er basiere seine Zuversicht für die Zukunft auf der seit Juni 2010 in Umsetzung begriffenen neuen Strategie. Diese sieht die Erweiterung des Kerngeschäftes Business-to-Business im Generika- und rezeptpflichtigen Bereich und der Forschungs- und Entwicklungskooperationen vor.
Zudem gründet die Strategie auf der eigenen Marke in Schwellenländern zur Diversifikation der Marktregionen und Kunden. Weiter sollen Technologie, Know-how, Produkten und Märkte dazugekauft werden. Hierfür stünden 100-120 Mio EUR zur Verfügung, bestätigte der CEO frühere Aussagen.
In den Schwellenmärkten soll in vier bis fünf Jahren ein Umsatz von 80 bis 100 Mio EUR jährlich erzielt werden. Ende 2010 waren 13 entsprechende Distributionsverträge vereinbart, 2011 sollen über 30 Vertriebs-/Ländervereinbarung abgeschlossen sein.
Jährlich sollen zwei bis drei neue Produkte auf den Markt gebracht werden. Derzeit würden 22 Entwicklungsprojekte verfolgt, sagte Forschungs- und Entwicklungsleiter Jean-Daniel Bonny.
An der Börse legt die Acino-Aktie nach anfänglich tieferen Kursen bis gegen 14.30 Uhr um 3,8% auf 86,90 CHF zu. Der SPI steigt um 0,8%.
rt/dm

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