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Genf (awp) - Die Advanced Digital Broadcast Holdings SA (ADB) hat im ersten Halbjahr 2010 einen Umsatz- und Ergebnisrückgang erlitten. Hierfür seien saisonale Gründe, Verspätungen bei der Lieferung von Komponenten sowie eine Verzögerung bei der Markteinführung neuer Produkte die Ursache, wie die Herstellerin von Set-Top-Boxen am Mittwoch mitteilte.
Besonders die absackende Nachfrage eines speziellen Kunden sei für einen Grossteil des Umsatzrückgangs mit verantwortlich, präzisierte CEO Andrew Rybicki an einer Medienkonferenz in Zürich. Er sei aber zuversichtlich, dass dieser im zweiten Halbjahr zu seiner normalen Nachfrage zurückkehre, die traditionell höher liege als im ersten Halbjahr. "Das Weihnachtsgeschäft spielt für uns eine sehr grosse Rolle", so der Firmenchef.
UMSATZ- UND ERGEBNISRÜCKGANG
Der Umsatz sank um 23% auf 141,1 Mio USD. Es sei eine Rückkehr zur gewohnten Saisonalität zu spüren - mehr Umsatz werde im zweiten Halbjahr erwartet. Auf Stufe EBIT betrug der Gewinn 3,7 Mio USD nach 12,4 Mio USD im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 2,7 (11,0) Mio USD. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 2,5 (9,1) Mio USD. Mit der Bruttogewinnmarge von 34,7% zeigte sich Rybicki zufrieden. Zudem seien die operativen Kosten um 22% auf 42,0 Mio USD gesenkt worden.
Die Engpässe bei der Komponentenlieferung werden sich voraussichtlich bis in das Jahr 2011 erstrecken. Diese Situation begrenze das Aufwärtspotenzial und schaffe neue Risiken. "Es ist derzeit schwierig einzuschätzen, wann sich die Kapazitäten, die in der Krise teils massiv zurückgefahren wurden, wieder erhöhen", sagte der CEO. Mit dem Problem stehe man aber nicht alleine da - viele Branchen hätten derzeit mit Engpässen bei der Belieferung zu kämpfen.
Der Jahresbeginn sei besonders stark für das Satellitengeschäft verlaufen, heisst es weiter. Die Sparte mache nach 29% im Vorjahr nun 32% des Gruppenumsatzes aus. Auch das IPTV-Geschäft sei gewachsen und trage nach 19% im Vorjahr nun 27% zum Umsatz bei. Dafür sei das Kabelgeschäft mit einem Umsatzanteil von 29 (39)% rückläufig gewesen. Geografisch steuerte Westeuropa mit 54 (56)% den Löwenanteil des Umsatzes bei.
AUSBLICK POSITIV - NEUE MÄRKTE ERSCHLOSSEN
Der Blick in die Zukunft von ADB ist trotz einiger Herausforderungen zuversichtlich. Für das Rechnungsjahr 2010 geht das Management von einem Umsatzwachstum um 10% aus und erwartet eine EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich. "Wir sehen bereits eine solide Auftragsmenge in der Pipeline, sodass wir zuversichtlich sind, ein starkes Umsatzniveau im zweiten Halbjahr zu erreichen. Mit den aktuellen Aufträgen ist die Auslastung für etwa 3 Quartale gesichert", so Rybicki.
Auch seien vier neue Märkte erschlossen worden - unter anderem Indien und Indonesien. Ein Einstieg in den chinesischen Markt plant ADB derweil nicht. "Wir haben keine Strategie für China", sagte der CEO. Der Preiskampf sei dort zu hoch. Der Fokus liege weiterhin auf der Profitabilität sowie der Generierung von Cash Flow. Auch will sich ADB stärker auf margenstarke Produkte konzentrieren. Bis zum Jahresende soll das Produktportfolio komplett erneuert sein. Bereits im ersten Halbjahr betrug der Umsatzanteil der neuen Produkte 12%.
WEITERHIN DIVIDENDEN GEPLANT
Nachdem das Unternehmen Mitte Juli erstmals seit dem Börsengang eine Dividende von 3,00 CHF je Aktie ausgeschüttet hat, soll diese Politik fortgesetzt werden. ADB bleibe dividendenfähig, eine genaue Ausschüttungsquote sei allerdings noch nicht beschlossen worden. Zudem sei das Unternehmen bis zum Jahresende gegen weitere Währungsschwankungen abgesichert, sagte der Konzernchef.
An der Börse stiessen die Ergebnisse indes nicht auf viel Gegenliebe - die Aktie sackte bis zum Mittag um fast 6% ab. Analysten sprachen von gemischten Resultaten und störten sich am Ausblick. Zudem sehe ein Umsatzrückgang um 23% im Vergleich zur Konkurrenz, die in der gleichen Zeitspanne zweistellig gewachsen sei, nicht gut aus, heisst es bei Helvea.
dr/uh

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