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Glattbrugg (awp) - Der Personalvermittler Adecco hat Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2011 deutlich gesteigert. Vor allem das Geschäft mit Industriearbeitern läuft weiter rund, da die Unternehmen flexibel bleiben wollen und daher vermehrt Temporärkräfte einstellen. Für die nächsten Monate erwartet der Konzern eine anhaltend gute Nachfrage und bestätigt entsprechend die bestehende mittelfristige Zielsetzung.
Der Umsatz stieg um 24% auf 4,92 Mrd EUR, organisch waren es +18% (Währungseinfluss +4%). Damit wuchs der Konzern sogar noch etwas mehr als die je +17% des dritten und vierten Quartals 2010. Die Bruttomarge fiel im Berichtsquartal um 60 Basispunkte auf 17,4%, auf organischer Basis waren es -80 Basispunkte, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Temporär- und das Outplacement-Business hatten hier vor allem einen negativen Einfluss.
Der EBITA konnte um 53% auf 172 Mio EUR gesteigert werden mit einer operativen Marge von 3,5% (+70 BP), der Reingewinn legte gar um 77% auf 100 Mio EUR zu. Insgesamt lagen die Zahlen - bis auf die Bruttomarge - im Bereich der Schätzungen oder leicht darüber.
KOSTENKONTROLLE GEHT WEITER
Adecco unterzieht sich seit Ausbruch der Krise einer strikten Kostenkontrolle. Sie stiegen insgesamt um 14%, organisch aber waren es nur 6% und im Vergleich zum Vorquartal gar nur +1%. Die Anzahl Mitarbeiter (FTE) und Geschäftsstellen nahmen nur leicht zu. Zum Ende des Quartals beschäftigte Adecco entsprechend 32'000 Vollzeitangestellte in über 5'500 Geschäftsstellen.
Besonders stark war das Wachstum im Industriebereich, der (organisch) 27% zulegte; zusammen mit einem Plus von 11% für den Bürobereich ergab sich bei "General Staffing" eine Zunahme von 21%. Demgegenüber wuchs das Geschäft mit Fachkräften lediglich um 10%. "Das Wachstum im Bereich Professional Staffing ist ermutigend, aber vor allem das Industrie-Geschäft treibt unser starkes Umsatzwachstum", sagte denn auch CEO Patrick De Maeseneire.
Gut läuft es weiter in den beiden wichtigsten Ländermärkten Frankreich und USA, die auf organischer Basis 23% bzw. 17% zulegten. Für Deutschland, Italien und die Niederlanden sprach der Konzernchef gar von einem "herausragenden" Wachstum, deutlich über dem Marktdurchschnitt. Zudem kehrten auch Japan und Grossbritannien/Irland im ersten Quartal zu positivem organischem Wachstum zurück.
AUSBLICK WEITER STABIL
Bezüglich Aussichten gibt sich der Konzern weiter optimistisch. "Die Wachstumsraten dürften weiter hoch bleiben", sagte der CEO im Interview mit AWP. Das Wachstum im März lag auf organischer (und um die Arbeitstage adjustierter) Basis bei 17%, im April etwas darunter. Laut dem Adecco-Chef war dies aber vor allem wegen der hohen Vergleichszahlen. So war das organische Wachstum im ersten Quartal 2010 mit -1% noch leicht negativ, im zweiten Viertel mit +13% dann allerdings schon klar positiv.
Adecco steht in engen Kontakt mit seinen Kunden und gehe entsprechend in den nächsten Monaten weiter von einer guten Nachfrage aus. Die Flexibilität sei bei den Kunden weiter die oberste Priorität, hiess es. Speziell im gegenwärtigen Umfeld mit moderaten Wachstumsraten der Wirtschaft in den meisten Ländern wollten die meisten Unternehmen auf plötzliche Wechsel in der Nachfrage sehr flexibel reagieren können.
Adecco will den Fokus weiter auf Preisdisziplin und Kostkontrolle legen. "Wir werden die Kosten weiter sehr tief halten, um bei höheren Umsätzen einen guten operativen Leverage zu erreichen", so Finanzchef Dominik de Daniel zu AWP. Insgesamt sieht sich Konzern denn auch auf "gutem Weg", das mittelfristige EBITA-Margenziel von "über 5,5%" zu erreichen. Grössere Akquisitionen sind dieses Jahr nicht mehr zu erwarten, für kleinere Zukäufe stehen 150 Mio EUR bereit.
Die Adecco-Aktie notierte am frühen Nachmittag mit +0,9% auf 59,25 CHF (SMI +0,95%) gut im Plus, wobei Marktteilnehmer von soliden Zahlen sprachen.
uh/cf

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