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HERZOGENAURACH (awp international) - Nach dem Megaevent Fussballweltmeisterschaft nimmt Europas grösster Sportartikelhersteller Adidas mit Elan die Vorbereitungen für die nächsten Sportereignisse in Angriff. "Die WM ist zwar vorbei, aber die Fussballsaison fängt gerade erst an", nannte Vorstandschef Herbert Hainer am Mittwoch anlässlich der Zahlenvorlage zum zweiten Quartal ein Beispiel. Die Tochter Reebok soll auf der Fitness-Welle weiter voran schwimmen. Die Investitionen fährt Adidas weiter hoch, damit die Sporteuphorie nach der WM nicht verpufft und der Konzern nach einem Rekordhalbjahr auf Kurs bleibt. Im zweiten Halbjahr rollen neue Werbekampagnen an, damit beispielsweise neue ultraleichte Sportschuhe beim Verbraucher punkten können. Darüber hinaus plant Adidas, das Online-Geschäft und den eigenen Einzelhandel weiter auszubauen.
Das erste Halbjahr und insbesondere das zweite Quartal verlief für den Konzern ausserordentlich erfolgreich. Adidas hob daraufhin seine Prognose für das Gesamtjahr am Mittwoch an. Der Überschuss soll nun auf 520 bis 550 Millionen Euro steigen. Zuvor war das Unternehmen von 430 bis 480 Millionen Euro ausgegangen. Beim Konzernumsatz will Adidas 2010 die Elf-Milliarden-Euro-Marke übertreffen. Gemessen am Vorjahreswert von 10,38 Milliarden Euro würde Adidas damit mehr am oberen Ende seiner Prognosespanne von 3 bis 8 Prozent landen.
LOB FÜR ZAHLEN - AKTIE WEGEN GEWINNMITNAHMEN DENNOCH UNTER DRUCK
An der Börse lag die im Dax notierte Aktie dennoch im Minus und verlor zuletzt 0,86 Prozent auf 41,56 Euro. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie zuletzt gut gelaufen sei. Da Adidas bereits Ende Juli vorläufige Zahlen genannt habe, sei am Markt viel vorweggenommen worden. Für das Zahlenwerk gab es von Expertenseite durchweg Lob. Im zweiten Quartal stieg der Konzernumsatz angetrieben von der WM um 19 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Fussball-Produkten stieg sogar um mehr als 60 Prozent. Adidas war Hauptsponsor der WM und hatte zwölf Mannschaften im Rennen, darunter die deutsche Elf und Weltmeister Spanien.
Wieder aufwärts ging es bei der Tochter Reebok. Das ehemalige Sorgenkind profitierte vom Run auf so genannte Toning-Produkte, die die Muskulatur stimulieren und den Körper sanft formen sollen. Hainer zufolge sind die Auftragsbücher prall gefüllt. "Ich sehe nicht, warum sich diese Trends nicht weiter fortsetzen sollen." Gefragt sind Schuhe wie der EasyTone oder der ZigTech vor allem in Nordamerika. Hainer hofft, dass die Toning-Welle auch auf andere Märkte überschwappt.
ERGEBNISSPRUNG
Das Betriebsergebnis erhöhte sich im zweiten Quartal von 72 Millionen auf 195 Millionen Euro und der Nettogewinn von 9 Millionen auf 126 Millionen Euro. Profitieren konnte der Konzern davon, dass sich viele Faktoren, die im Krisenjahr 2009 noch stark belastet hatten, wieder entspannt haben: Die Beschaffungskosten sind niedriger, die Zahl der Lagerräumungsverkäufe nahm ab und Währungen wie der russische Rubel erholten sich. Hinzu kommt der eigene Einzelhandel, den Adidas mit der Eröffnung eigener Läden stark vorantreibt und der bessere Margen bringt. Im Vorjahr hatten zudem Kosten für den Konzernumbau belastet.
Sorge bereiten Hainer mit Blick auf das kommende Jahr die wieder steigenden Kosten für Rohstoffe, Transport und Löhne. Auch die Aufwertung des US-Dollar sei für Adidas nicht von Vorteil, sagte er. Wie sich die Entwicklung für den Konzern auswirken werde, sei aber noch nicht ganz abzusehen. Hainer liess zugleich keinen Zweifel daran, dass er davon ausgeht, dass Adidas diese Herausforderungen meistert. "Wir haben für uns dieses Jahr eine unglaubliche Dynamik am Markt erzeugt. Dies wird uns Rückenwind geben, um in den kommenden Jahren noch höhere Ziele zu erreichen."/she/nmu/stk

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