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WASHINGTON (awp international) - Der ägyptische Friedensnobelpreisträger und Oppositionelle Mohammed el Baradei dringt darauf, erst in einem Jahr in Ägypten neu wählen zu lassen. Eine einjährige Übergangszeit mit einer "Übergangsregierung der nationalen Einheit" sei nötig, um freie und faire Wahlen zu gewährleisten, sagte el Baradei am Sonntag in einem Interview des US-Fernsehsenders CNN. Dem derzeitigen Regime die Aufsicht über Wahlen in den nächsten Monaten zu erlauben, würde zu einer "unechten Demokratie" führen.
El Baradei forderte die Einsetzung eines dreiköpfigen "Präsidialrates". Diesem Gremium könnte neben zwei Zivilisten Vizepräsident Omar Suleiman oder ein anderer Vertreter des Regimes angehören. Unter Leitung dieses Rates sollten Wahlen vorbereitet werden. Die gegenwärtige Verfassung müsse abgeschafft und das Parlament aufgelöst werden. "Das sind alles Instrumente des diktatorischen Regimes", so el Baradei. "Und ich glaube nicht, dass wir über diese diktatorische Verfassung zu einer Demokratie gelangen."/ch/DP/nmu

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