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(umgeschrieben und durchgehend ergänzt)
Genf (awp) - Das Ergebnis der Affichage Holding AG wird auch im ersten Semester des laufendes Jahres wiederum stark von den Auslandsaktivitäten belastet. Die Gruppe musste einen erneuten Umsatzrückgang hinnehmen und konnte sich nur knapp in den schwarzen Zahlen halten. Für den Rest des Jahres bleibt das Management in seinem Ausblick vorsichtig.
Der Umsatz der Gruppe sank in den ersten sechs Monaten des laufendes Jahres um 14,6% auf 141,0 Mio CHF. Der EBIT verminderte sich um 37,4% auf 6,2 Mio CHF, die entsprechende Marge ging auf 4,4% von 6,0% in der Vorjahresperiode zurück. Das Nettoergebnis (nach Minderheiten) schliesslich nahm um 84,3% auf 0,9 Mio CHF ab, wie das in der Vermarktung von Aussenwerbung tätige Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Die ausgewiesenen Zahlen liegen unter den Erwartungen der Analysten. Die Banken ZKB bzw. Vontobel rechneten mit einem Umsatz von 150,8 Mio bzw. 159,8 Mio, einem EBIT von 8,2 bzw. 6,0 Mio und einem Reingewinn von 5,1 Mio bzw. 3,0 Mio CHF.
Im Heimmarkt Schweiz legten die Verkaufserlöse leicht um 0,2% auf 116,5 Mio CHF zu. Es sei eine langsame, jedoch volatile Erholung zu verzeichnen. Der EBITDA erhöhte sich um 11,9% auf 27,2 Mio CHF, was einer EBITDA-Marge von 23,3% entspricht. Im Heimmarkt verfüge Affichage über ein gesundes Fundament, welches erneut gefestigt worden sei, so die Mitteilung.
Anders sieht es im Ausland aus. Hier vermochte sich die Gruppe vom Absturz des letzten Jahres nicht zu erholen und kämpft weiter mit grossen Problemen. Der Umsatz der Auslandaktivitäten nahm um die Hälfte auf 24,5 Mio CHF ab. Der Anteil des Auslands am Gesamterlös verminderte sich damit auf noch 17,4% von 29,6% in der Vorjahresperiode. Der EBITDA rutschte mit -7,8 (VJ +2,5) Mio CHF tief in den roten Bereich.
Grösste Baustelle bleibt Griechenland. Dort verminderten sich die Verkaufserlöse um knapp 75% auf noch 7,1 Mio CHF. Die Regierung habe ihre neue Praxis in der Umsetzung der gesetzlichen Aussenwerbe-Regelungen konsequent durchgesetzt. Dies verhindere die Nutzung vieler Plakatstellen und sei mit einem substantiellen Abbau auch für Affichage Hellas verbunden. Der EBITDA in Griechenland wird mit -10,6 Mio CHF und das Nettoergebnis mit -12,1 Mio CHF ausgewiesen. Der laufende Abbau der operativen Kosten habe mit dem Umsatzrückgang nicht Schritt halten können.
Im übrigen Ausland reduzierten sich die Erlöse um 16,7% auf 17,4 Mio CHF. Der EBITDA ging in den übrigen Märkten auf 2,8 Mio von 4,0 Mio CHF zurück.
Das Auslandgeschäft habe sich deutlich unter den Erwartungen entwickelt und die Talsohle scheine noch nicht erreicht, zeigt sich Affichage wenig optimistisch. Allerdings will die Gruppe - wie bereits zu früherem Zeitpunkt angekündigt - Gegensteuer geben. Als Folge der schwierigen Situation werde das gesamte Portfolio - mit Priorität Griechenland - analysiert. Unter Einbezug aller betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Optionen nehme man eine grundlegende Neubewertung vor, um auf bereinigter Basis eine neue Auslandstrategie zu erarbeiten. Über Resultate dieser Überprüfung bzw. Korrekturmassnahmen wird in der Mitteilung indes noch nichts ausgesagt.
Der Cash Flow verminderte sich in der Berichtsperiode um 20% auf 13,9 Mio CHF. Das Eigenkapital nahm auf 138,7 Mio von 165,2 Mio CHF ab, der Eigenfinanzierungsgrad beträgt damit noch 37,8%. Negativ gewirkt haben Währungsumrechnungsverluste im Umfang von 7,3 Mio sowie nicht-realisierte versicherungsmathematische Verluste aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen von 20,3 Mio CHF.
Mit Blick auf das Gesamtjahr bleibt Affichage vorsichtig: Während die Konjunktur in der Schweiz Anzeichen einer teilweisen Erholung aufweise, seien Voraussagen über den zukünftigen Geschäftsverlauf im Ausland äusserst schwierig. Die Werbemärkte erwiesen sich aufgrund des sehr kurzfristig geprägten Kundenverhaltens als ausgesprochen volatil. Massnahmen zur Umsatzsteigerung, Sicherung des Cash Flows und straffes Kostenmanagement stünden nach wie vor im Fokus des Managements.
gab/uh

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