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Arbon (awp) - Der Bauausrüster AFG Arbonia Forster (AFG) hat die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise abgeschüttelt und ist wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Alle Unternehmensteile entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv. An der Spitze des Konzerns steht künftig Daniel Frutig als CEO. Er soll im laufenden Jahr über organisches Wachstum die positive Entwicklung des Thurgauer Unternehmens fortsetzen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 erzielte der Bauausrüster einen EBIT von 47,5 (VJ 7,7) Mio CHF. Die markante Erhöhung ergab sich aufgrund deutlich geringerer Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Unter dem Strich erwirtschaftete AFG einen Reingewinn von 14,2 Mio CHF nach einem Verlust von 22,5 Mio CHF im Jahr zuvor. Bereits bekannt waren die Umsatzzahlen: Hier kam es 2010 zu einem Plus von 2,1% auf 1'414 Mio CHF.
Mit diesen Zahlen hat AFG die Erwartungen der Analysten etwas übertroffen. Der AWP-Konsens für den EBIT lag bei 41,7 Mio und für den Reingewinn bei 12,4 Mio CHF.
Der Verwaltungsrat beantragt eine (steuerfreie) Dividende von 0,50 CHF je Aktie, für das Geschäftsjahr 2009 war keine Dividende gezahlt worden.
"Die Fokussierung auf unsere baunahen Kernkompetenzen und Heimmärkte hat zweifellos entscheidend zu diesem schnellen Turnaround beigetragen", kommentiert der noch amtierende CEO Edgar Oehler den Geschäftsverlauf. Eine Reihe von Sonderfaktoren habe dabei das Ergebnis beeinflusst. Einerseits wurde ein Gewinn von 6,3 Mio CHF aus Verkäufen von nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften erzielt, andererseits belasteten die im zweiten Halbjahr deutlich gestiegenen Beschaffungs- und Transportkosten sowie Restrukturierungsaufwendungen.
Alle Divisionen entwickelten sich vor Währungskorrekturen positiv. Das gleiche gelte mit Ausnahme des immer noch schwachen britischen Marktes für alle Regionen, in denen die AFG tätig sei, insbesondere für die osteuropäischen Wachstumsmärkte.
Die Division Heiztechnik und Sanitär erzielte trotz der immer noch schwachen deutschen Neubaukonjunktur einen Umsatz von 544,5 Mio CHF. Dies entspreche zwar einer Einbusse von 3,9% gegenüber dem Vorjahr, währungsbereinigt legte sie aber um 3,3% zu. Der weiterhin starke Schweizer Wohnungsbau zeigte sich dabei als Stütze der Division.
Der Umsatz in der Division Küchen und Kühlen stieg leicht auf 267,1 Mio CHF (+0,2%). Verantwortlich für diese positive Entwicklung sei vor allem die deutlich gesteigerten Absatzvolumen von Piatti Küchen. Diese würden neu - neben der Schweiz - auch in Deutschland, Österreich und Holland vertrieben.
Die Division Fenster und Türen steigerte den Umsatz in einem reifen Markt und trotz Überkapazitäten in ausländischen Märkten um 7,6% auf 405,2 Mio CHF. Die Geschäftsfelder Fenster und Türen hätten gleichermassen zu diesem Resultat beigetragen, heisst es.
Mit der Erholung der Automobilindustrie kehrte auch die Division Stahltechnik auf ihren gewohnten Wachstumspfad zurück und steigerte den Umsatz um 13,1% auf 139,4 Mio CHF.
Dank einer spürbaren Belebung des Druckgeschäftes legte die Division Oberflächentechnologie beim Umsatz um 17,1% auf 59,4 Mio CHF zu.
Für das laufende Jahr steht organisches Wachstum erneut im Vordergrund. Um dieses abzusichern, sei eine Reihe von Investitionen beschlossen bzw. getätigt worden. Die Unternehmensführung gibt sich denn auch zuversichtlich und rechnet mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von rund 3% - 5% und weiteren ertragsmässigen Verbesserungen.
Die Leitung der Geschäfte übernimmt künftig Daniel Frutig, Der neue Chef der Industriegruppe folgt damit auf den abtretenden Firmenchef und Grossaktionär Edgar Oehler. Er werde das Amt am 1. Juni antreten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Frutig leitet seit 2005 beim britischen Nahrungsmittelunternehmen Compass Group eine Geschäftseinheit. Der Verwaltungsrat hat zudem Hannes Schmüser zum neuen Divisionsleiter Oberflächentechnologie und Mitglied der Konzernleitung gewählt.
ps/uh

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