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(Meldung ausgebaut)
Arbon (awp) - AFG Arbonia Forster ist nach dem verlustreichen Jahr 2009 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im ersten Halbjahr 2010 erwirtschaftete der Bauzulieferer und Technologiekonzern einen Reingewinn von 1,3 Mio CHF nachdem in der Vorjahresperiode ein Verlust von 23,3 Mio CHF resultiert hatte. Der EBIT stieg mit 15,2 (VJ -12,0) Mio CHF ebenfalls ins Plus und der EBITDA lag bei 47,4 (35,0) Mio CHF, wie AFG am Dienstag mitteilte.
Den Umsatz konnte die Gruppe leicht um 0,4% auf 628,6 (626,4) Mio CHF steigern. Währungsbereinigt erhöhte sich der Umsatz um 2,1%. Die Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen.
Der AFG gelang somit der Turnaround. Das straffe Kostenmanagement habe in einem wieder etwas investitionsfreudigeren Umfeld zu greifen begonnen, so die Mitteilung. Im ersten Halbjahr 2009 wurde die Rechnung insbesondere von einer Abschreibung der im September 2007 übernommenen, britischen Duschkabinen-Herstellerin Aqualux im Umfang von 15,5 Mio CHF belastet.
In der Division Heiztechnik und Sanitär erhöhte sich der Umsatz um 1,7% auf 260,0 Mio CHF (währungsbereinigt +1,7%). Trotz anspruchsvollen Marktbedingungen mit anziehenden Stahlpreisen lag der EBIT laut AFG bei "respektablen" 19,2 (1,9) Mio CHF. Hier lastete im Vorjahr der Aqualux-Abschreiber auf die Rechnung. Auch ohne diesen Sondereffekt wäre der EBIT in der Berichtsperiode um 1,8 Mio CHF gestiegen.
AFG habe sich in dieser Division einmal mehr auf ihre Heimmärkte Schweiz und Deutschland verlassen können. Demgegenüber seien die osteuropäischen Märkte nach wie vor schwach. Die zwar "deutlich besser, aber noch nicht profitabel" arbeitende britische Aqualux verhinderte zudem ein besseres Resultat der Division.
Bei Küchen und Kühlen ging der Umsatz um 5,4% auf 113,7 Mio CHF zurück, bei einem EBIT von -5,8 (-2,9) Mio CHF. Erfreulich sei die Entwicklung bei den Schweizer Marken Piatti und Forster sowie dem Geschäftsbereich Kühlen. Dagegen machten der Gruppe die weiter einbrechenden Exporte bei Warendorf (früher Miele Die Küche) und die damit verbundenen Auslastungsprobleme zu schaffen.
AFG habe zur Sicherstellung eines nachhaltigen Wachstums von Umsatz und Ertrag in der Division Küchen und Kühlen bereits umfassende strukturelle und personelle Massnahmen eingeleitet. So wurde der bisherige Divisionsleiter Hansgeorg Derks per sofort von seinen Aufgaben entbunden. Interimistisch hätten die drei Geschäftsführer von Forster, Piatti und Warendorf gemeinsam die Leitung der Division übernommen.
In der Division Fenster und Türen verbesserte sich der Umsatz um 1,0% auf 159,4 Mio CHF, der EBIT sank aber auf 7,8 (8,4) Mio CHF. Grund dafür sei ein aggressiver Wettbewerb der zu Preisdruck führe.
Die stark von der sich erholenden Automobilindustrie abhängige Division Stahltechnik steigerte den Umsatz um 12% auf 67,6 Mio CHF. Der EBIT verbesserte sich auf 5,2 (-6,3) Mio CHF. Neu wird die Division ab dem ersten September von Christian Mayer geleitet, dem früheren Chef des Bereichs Präzisionsstahlrohre.
Die Division Oberflächentechnologie hat den Umsatz um 8,7% auf 28,0 Mio CHF gesteigert. Der EBIT konnte auf -4,4 Mio CHF von zuvor -7,9 Mio CHF verbessert werden.
In der Bilanz ging die Eigenkapitalquote gegenüber der Vorjahresperiode auf 40,5% von 43,0% zurück. Hohe flüssige Mittel aus der im April begebenen Obligationenanleihe seien der Grund. Die Nettoverschuldung liegt neu bei 254,5 Mio CHF nach 239,7 Mio CHF Ende 2009. Die Geldflussrechnung zeige einen saisonal normalen Free Cashflow von -23,4 (VJ -26,8) Mio CHF.
Für die zweite Jahreshälfte bleibt Verwaltungsratspräsident und CEO Edgar Oehler vorsichtig optimistisch. "Auf Jahresbasis gehen wir von einem leicht höheren Umsatz und einer deutlich verbesserten Profitabilität aus", so Oehler zum Ausblick für das Gesamtjahr 2010.
AFG richte sich auf eine lange und langsame fundamentale Erholung der Märkte ein, heisst es. Die Zeit soll genutzt werden, um operative und strukturelle Schwachstellen zu beseitigen und Defizite zu beheben und so für einen Aufschwung gut gewappnet zu sein.
In deutlich bescheidenerem Ausmass als früher will AFG auch wieder investieren. So habe die Division Oberflächentechnologie vor wenigen Wochen im Grossraum Shanghai den Grundstein für den Bau einer hochmodernen Beschichtungsanlage gelegt.
mk/cf

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