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WASHINGTON/NEW YORK (awp international) - Der verstaatlichte US-Versicherer American International Group (AIG) begleicht weitere Schulden beim amerikanischen Steuerzahler. Das Finanzministerium erwartet, dass 6,3 Milliarden Dollar in die Staatskasse fliessen. Das Geld stammt aus dem Verkauf von Aktien des Rivalen Metlife . AIG hatte die Anteilsscheine beim Verkauf seiner Lebensversicherungstochter Alico an Metlife bekommen.
"Wir sind zuversichtlich, dass der amerikanische Steuerzahler jeden Dollar zurückerhält, den er in AIG gesteckt hat", sagte der zuständige Ministerialbeamte Tim Massad am späten Mittwoch Ortszeit in Washington. Der einst weltgrösste Versicherer AIG und Allianz-Konkurrent hatte sich auf dem US-Häusermarkt verspekuliert. Die amerikanischen Steuerzahler musste mit 182 Milliarden dollar einspringen - die teuerste Rettungsaktion in der Finanzkrise.
Wie viel von diesem Geld inzwischen insgesamt zurückgeflossen ist, liess Massad offen. Im November hatte das Finanzministerium das ausstehende Investment des Staates auf 120,6 Milliarden Dollar beziffert. Neben dem Ministerium hatte auch die US-Notenbank dem Versicherungskonzern unter die Arme gegriffen.
Doch nicht jeder Dollar, den AIG einnimmt, fliesst direkt an den Staat: Weitere 3,3 Milliarden Dollar aus dem Verkauf ehemaliger Metlife-Besitztümer verbleiben in der AIG-Kasse. Aus einem vorherigen Verkauf hatte AIG bereits Milliarden abgezwackt, um seine mageren Rücklagen aufzupolstern und für Schadensfälle gewappnet zu sein.
Der Staat hält aktuell 92,1-Prozent an AIG. Im Laufe des Jahres sollen die ersten Aktien aber zurück in private Hände gehen. Dabei hilft auch die Deutsche Bank . Die Aktienplatzierung könnte grösser werden als die von General Motors mit 23,1 Milliarden Dollar. Der Steuerzahler musste auch den US-Autokonzern retten. Im Gegensatz zu AIG verdient GM aber wieder Geld mit seinen Produkten./das/DP/fn

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