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PARIS (awp international) - Gut eineinhalb Jahre nach dem Absturz einer Maschine der Air France-KLM über dem Atlantik hat das Unternehmen neue Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. So soll es künftig für jeden Flug einen technischen Experten geben, der die Maschine vom Start bis zur Landung im Auge behalte. "Dies wird nicht nur die Sicherheit der Flüge verbessern, sondern auch unsere Reaktionsgeschwindigkeit bei Krisen", sagte Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon der Zeitung "Le Figaro" (Dienstag). Die Fluggesellschaft werde zu diesem Zweck massiv in moderne Software investieren, fügte er hinzu.
Zudem sollen Air-France-Piloten mehrere Monate lang von Experten im Cockpit beobachtet werden. "Vor einigen Jahren hätten wir dies nicht durchsetzen können, aber jetzt haben unsere Piloten es akzeptiert", sagte Gourgeon. Air France sei die erste grosse europäische Fluggesellschaft, die sich zu einer solchen Massnahme entscheide.
Die neuen Sicherheitsvorkehrungen sind Ergebnis einer externen Studie, die Air France im Sommer 2009 in Auftrag gegeben hatte. Die internationalen Experten haben 35 Vorschläge vorgelegt, von denen die meisten umgesetzt werden sollen. "Wir wollten wissen, was wir über die Grundregeln hinaus verbessern können", sagte Gourgeon.
Die Studie stehe in keinem direkten Zusammenhang mit dem Unfall der Rio-Paris-Maschine, die am 1. Juni 2009 in einem Unwetter über dem Atlantik abstürzte. Dabei waren 228 Menschen an Bord ums Leben gekommen, unter ihnen 28 Deutsche. Die Ursache der Katastrophe seien weiterhin unklar, sagte der Unternehmenschef. Allerdings habe man die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Wrack oder die Flugschreiber zu finden./kol/DP/stw

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