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SINGAPUR (awp international) - Das Geschäft mit dem Fliegen läuft in diesem Jahr weit besser als noch im Juni erwartet. Trotz Aschewolke und anhaltender Wirtschaftssorgen verdreifachte der internationale Luftfahrtverband IATA am Dienstag seine Gewinnprognose.
Er rechnet jetzt mit 8,9 Milliarden Dollar in diesem Jahr, nach einer Juni-Prognose von 2,5 Milliarden Dollar. Damit fliegt die Branche weltweit erstmals seit 2007 wieder in die Gewinnzone. Dem Dachverband IATA gehören rund 230 Fluggesellschaften an. Sie decken etwa 93 Prozent aller internationalen Flüge ab.
2009 lagen die Verluste bei 9,9 Milliarden Dollar. Als einzige Region bleibt Europa in den roten Zahlen. Allerdings halbierte die IATA ihre bisherige Prognose auf ein Minus von 1,3 Milliarden Dollar.
"Der weltweite Verkehr liegt bereits drei bis vier Prozent über dem Niveau vor der Rezession Anfang 2008", sagte IATA-Chef Giovanni Bisignani in Singapur. "Die Industrie hat sich deutlicher und schneller erholt als erwartet. Aber es bleiben Fragezeichen, wie lange dieser Aufschwung anhält." Das vierte Quartal werde aber bereits schwächer. Mit dem Ende vieler staatlicher Konjunkturmassnahmen rechnet die IATA im nächsten Jahr deshalb nur noch mit 5,3 Milliarden Dollar Gewinn.
Mit dem schwachen Wirtschaftswachstum in Europa und der geringen Verbrauchernachfrage bleibt Europa nach IATA-Schätzung in den roten Zahlen. Die Verlustprognose habe nur deshalb halbiert werden können, weil der Verkehr nach Europa angezogen habe - nicht umgekehrt, sagte IATA-Chef Giovanni Bisignani in Singapur. Er kritisierte die in Berlin beschlossene Luftverkehrsabgabe und verlangte grünes Licht für internationale Zusammenschlüsse.
Die Erlöse der rund 230 Fluggesellschaften dürften in diesem Jahr bei 560 Milliarden Dollar liegen, nach einer Prognose von 545 Milliarden Dollar im Juni. Nach Angaben der IATA hat unter anderem die höhere Nachfrage (plus elf Prozent) zu dem Ergebnis beigetragen.
Die Asien-Pazifik-Region bleibt nach IATA-Angaben Zugpferd der Branche weltweit: Sie setzte die Gewinnprognose von 2,2 auf 5,2 Milliarden herauf. In Nordamerika erwartet sie 3,5 statt 1,9 Milliarden Dollar Gewinne./oe/DP/she

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