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BERLIN/PARIS (awp international) - Im monatelangen Streit um die Finanzierung des Militärtransporters Airbus A400M rückt eine Lösung näher. Die sieben Käuferstaaten, darunter Deutschland, haben dem Hersteller EADS /Airbus ein neues Angebot vorgelegt. "Damit bestätigen die Vertragsnationen ihre verbindliche Absicht, das Projekt A400M fortzuführen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag. Jetzt hängt eine Lösung bei Europas wichtigstem Rüstungsprojekt davon ab, wie EADS auf den Vorschlag reagiert.
Auch beim neuen Langstreckenflugzeug Airbus A350 drohen nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" Verzögerungen und Mehrkosten. Es zeichne sich ab, dass die erste Maschine ein halbes Jahr bis zwei Jahre später als geplant abgeliefert werde, schrieb das Blatt unter Berufung auf Branchenkreise. Airbus dementierte dies. "Wir liegen weiter im Fahrplan mit dem geplanten Erstflug 2012", erklärte Airbus- Geschäftsführer Fabrice Brégier. "Und die erste A350 wird Mitte 2013 ausgeliefert."
Beim A400M liegt eine Einigung in der Luft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa sind die Käuferländer bereit, etwa 3,5 Milliarden Euro der Mehrkosten zu übernehmen. Rund 2 Milliarden Euro könnten über eine verringerte Stückzahl sowie 1,5 Milliarden Euro über staatliche Kredithilfen aufgebracht werden, hiess es in Verhandlungskreisen. Die Finanzierungslücke sei mit dem neuen Angebot kleiner geworden. Weiter könne man EADS nicht entgegenkommen. Die Regierung wollte sich zu konkreten Zahlen nicht äussern.
Eine Entscheidung des EADS-Konzerns, der von Frankreich und Deutschland dominiert ist, wird innerhalb der nächsten Tage erwartet. EADS steht unter Zeitdruck, weil die Bilanz für das Geschäftsjahr 2009 erstellt werden muss. Eine endgültige Einigung steht zudem unter dem Vorbehalt, dass Regierungen und Parlamente grünes Licht geben.
Missmanagement und technische Probleme haben das grösste Rüstungsprojekt Europas um mehrere Jahre verzögert und verteuert. EADS wollte ursprünglich für einen Festpreis von 20 Milliarden Euro 180 Flugzeuge liefern. Deutschland soll 60 Maschinen erhalten.
Um eine Lösung zu ermöglichen, wollen die Käuferländer auf bestimmte, von den Militärs geforderte Flugeigenschaften verzichten. Das würde die A400M-Produktion erheblich günstiger machen. Auch soll es eine zeitliche Streckung bei der Auslieferung geben. Bei der Bundeswehr soll der moderne Airbus A400M die altersschwachen Transall-Transportmaschinen ersetzen.
Beim A350 hat Airbus dem Zeitungsbericht zufolge einige Zeitpuffer aufgebraucht, mit denen Verzögerungen wie beim Grossflugzeug A380 vermieden werden sollen. Viele Zulieferer warteten seit Monaten auf detaillierte Vorgaben, um ihre Bauteile zu entwickeln. Brégier sagte, Airbus habe für alle Entwicklungsschritte "Technik und Zeitmargen" eingebaut. Einige dieser Puffer seien beim Übergang vom Entwurf zur Fertigung 2009 genutzt worden. "Doch wir sind auf Linie unserer Zusage, die erste A350XWB Mitte 2013 auszuliefern." Die ersten Teile des Flügelmittelkastens würden in Nantes gebaut. Die Vormontage solle 2011 beginnen./tb/hn/DP/fn

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