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PARIS/LONDON (awp international) ? Angesichts der Unsicherheit über den Euro-Rettungsschirm haben die europäischen Börsen zum Wochenauftakt moderate Verlusten erlitten. Händler sprachen von einem ruhigen Marktgeschehen, da die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen geblieben waren. Der EuroStoxx 50 schloss 0,33 Prozent schwächer bei 2.910,63 Punkten ab. In der Vorwoche hatte der Leitindex der Eurozone allerdings um knapp vier Prozent zugelegt.
Der CAC-40-Index in Paris beendete den ersten Handelstag der Woche mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 3.975,41 Punkten. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,27 Prozent auf 5.985,70 Punkt nach. Derzeit verhandeln die EU-Finanzminister in Brüssel über eine mögliche Ausweitung des Rettungsschirms für hoch verschuldete Euro-Länder. Bis zum Handelsschluss gab es aber noch keine Ergebnisse.
Die Bankenwerte gehörten zu den Verlierern, was auch der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks mit einem Minus von 0,58 Prozent zeigte. Am Markt wurde von Gewinnmitnahmen besprochen. So ging es für BBVA um 1,58 Prozent auf 8,202 Euro bergab und Intesa SanPaolo verloren 0,78 Prozent auf 2,2275 Euro. In London büssten Lloyds Banking Group 2,17 Prozent auf 68,04 Pence ein.
Santander gaben als Schlusslicht im EuroStoxx 50 um 2,56 Prozent auf 8,399 Euro nach. Hier belastete zudem die Nachricht, dass der Spitzenmanager der spanischen Grossbank, Alfredo Saenz, durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs zum Rücktritt gezwungen werden soll. Wie aus Justizkreisen in Madrid verlautete, beschlossen die Richter, den Bankier wegen Irreführung der Justiz zu einer Haftstrafe von acht Monaten und einem einstweiligen Berufsverbot zu verurteilen. Das Urteil wurde bislang nicht offiziell verkündet, weil der Text noch nicht abgefasst wurde. Santander-Präsident Emilio Botín lehnte eine Stellungnahme ab und kündigte, die Bank werde sich dazu äussern, wenn das Urteil offiziell vorliege. Aus Bankenkreisen verlautete, die Grossbank erwäge, die Entscheidung beim Verfassungsgericht anfechten zu lassen.
Die Anteilsscheine von EADS legten im Cac 40 um 0,24 Prozent auf 20,800 Euro zu. Im 40. Jahr seines Bestehens hat der europäische Flugzeugbauer Airbus mehr als doppelt soviel Verkehrsflugzeuge wie im Vorjahr verkauft und die Marke von 10.000 Bestellungen überschritten. Überschattet wurde diese positive Nachricht zur EADS-Tochter jedoch von einem Bericht im "Handelsblatt" zum A400M. Die Finanzierung für das militärische Transportflugzeug stehe vor der entscheidenden Haushaltssitzung am kommenden Mittwoch auf der Kippe, hiess es dort.
Belastet von einer drohenden Milliardenzahlung büssten die Aktien von GlaxoSmithKline in London 1,63 Prozent auf 1.211,45 Pence ein. Der Pharmakonzern rechnet wegen Rechtsstreitigkeiten um sein Diabetesmittel Avandia und staatlicher Ermittlungen für das vierte Quartal 2010 mit Kosten von voraussichtlich 2,2 Milliarden britischen Pfund (2,6 Mrd Euro). Unter dem Strich dürfte dies das Ergebnis mit 1,8 Milliarden Pfund belasten.
Die BP-Aktien legten indes gegen den Trend um 0,24 Prozent auf 509,50 Pence zu. Der britische Energiekonzern und der russische Staatskonzern Rosneft haben ihre Pläne zur Öl- und Gasförderung im Polarmeer in einem historischen Milliardendeal besiegelt. Rosneft steigt bei BP ein und BP beteiligte sich mit weiteren 9,5 Prozent an Rosneft. Zudem werden die Briten in der Tiefsee vor der Südküste Australiens nach Öl bohren. Der Konzern hat eigenen Angaben zufolge den Zuschlag für die Genehmigung zur Ausbeutung eines 24.000 Quadratkilometer grossen Areals erhalten.
Die Anteilsscheine der Smiths Group sprangen als bester Londoner Wert um 7,72 Prozent auf 1.390,69 Pence hoch. Am Freitag nach Börsenschluss hatte der Technologiekonzern ein Gebot in Höhe von 3,9 Milliarden US-Dollar für seine Medizinsparte abgelehnt. Beim Medizintechnikhersteller Smith & Nephew liessen erneute Gerüchte, der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson erwäge eine Kaufofferte von 800 Pence je Aktie, die Papiere um 3,50 Prozent auf 709,00 Pence steigen./gl/zb

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