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AKTIEN EUROPA: Verluste - Banken- und Rohstoffwerte belasten die Indizes

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2010 - 12:22 publiziert

PARIS/LONDON (awp international) - Die europäischen Börsen haben am Dienstag kräftige Verluste verbucht. Gegen Mittag gab der europäische Leitindex EuroStoxx 50 1,58 Prozent auf 2.771,93 Punkte ab. Der Cac 40 fiel in Paris um 1,50 Prozent auf 3.771,03 Punkte und der Londoner FTSE 100 gab 1,04 Prozent auf 5.495,57 Punkte ab. Auf konjunktureller Seite dürften am Nachmittag noch die jüngsten Zahlen zum US-Häusermarkt und zu den Industrieaufträgen in den Fokus rücken.
Bankenwerte gerieten am Dienstag deutlich unter Druck. Händler verwiesen auf eine Vielzahl von kursierenden Spekulationen, die die Titel der Branche belasteten. So mache das Gerücht die Runde, dass die Hilfen für Griechenland nicht hoch genug seien. Ein weiteres laute, dass Spanien einen noch viel grösseren Kapitalbedarf habe als Griechenland. Spanische Bankenaktien wie Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) und Santander sackten um jeweils 4 Prozent ab. Unterdessen bekräftigte jedoch die Ratingagentur Fitch ihre "AAA"-Einstufung für Spanien.
In Zürich verloren UBS 2,52 Prozent auf 16,61 Franken. Nach Aussagen von Finanzvorstand John Cryan ist eine Dividendenzahlung für 2010 weniger wahrscheinlich. Die Schweizer Grossbank kommt jedoch zunehmend besser aus der Krise und erzielte zum Jahresauftakt den zweiten Quartalsgewinn in Folge. Swiss Life Holding verbilligten sich trotz guter Zahlen um 0,30 Prozent auf 132,20 Franken. Solide Vierteljahreszahlen lieferte auch Holcim . Die Aktien des Zementherstellers rutschten im Sog des nachgebenden Swiss-Market-Index (SMI) zuletzt aber ebenfalls ins Minus.
Minenaktien zählten im Londoner "Footsie" zu den grössten Verlierern. Vor dem Hintergrund der von der australischen Regierung geplanten höheren Gewinnbesteuerung von Bergbaukonzernen sackten BHP Billiton um fast 5 Prozent ab. Rio Tinto verbuchten ein Minus von 3,39 Prozent. Die Steuerpläne seien schlimmer als gedacht, schrieb Nomura-Analyst Paul Cliff in einer Studie. Auf die Gewinne und die Bewertungen der Minenbetreiber dürften sie sich allerdings nicht ganz so negativ auswirken, wie es einige Schlagzeilen zunächst hätten vermuten lassen. BP rutschten um 4,87 Prozent auf 547,70 Pence ab. Der Ölkonzern versucht weiterhin erfolglos, das Leck der im Golf von Mexiko gesunkenen Ölplattform zu schliessen.
In Paris verbilligten sich die Papiere von Alstom um 0,23 Prozent auf 44,18 Euro, nachdem sie am Vormittag noch stark gefragt gewesen waren. Nach einem Rekordjahr blickt der Energie- und Transporttechnik-Konzern wegen des abschmelzenden Auftragsbuchs vorsichtiger auf die kommenden Jahre. Die Dividende wollen die Franzosen aber anheben./ajx/gl

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