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PARIS/LONDON (awp international) - Die europäischen Börsen haben am Montag mehrheitlich den verhaltenen Vorgaben Tribut zollen müssen. Zudem lassen laut Börsianern die hohen Rohstoffpreise negative Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne befürchten. Bis zum Mittag sank der Leitindex EuroStoxx 50 um 0,51 Prozent auf 2.969,57 Punkte. In Paris ging es für den Cac 40 um 0,66 Prozent auf 4.035,13 Punkte nach unten. Lediglich der Londoner FTSE 100 hielt sich dank starker Rohstofftitel mit plus 0,08 Prozent auf 6.060,59 Punkte vergleichsweise gut. Mit Spannung warten die Marktteilnehmer auf den Start der US-Berichtssaison, die traditionell an diesem Abend von Alcoa eingeleitet wird.
Unternehmensseitig steht der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP Billiton mit einer Übernahme im Fokus. Der Konzern verhandele mit dem Ölkonzern Royal Dutch Shell über den Verkauf dessen 24-Prozent-Anteils an Woodside Petroleum, berichtete die "Sunday Times". Dies sei der erste Schritt auf dem Weg zu einer kompletten Übernahme des in Australien gelisteten weltweit grössten Produzenten von Flüssigerdgas. Die Bewertung von Woodside liege dabei bei etwa 49 Milliarden US-Dollar. Die BHP-Aktie gewann als ein Favorit der Anleger in London 2,19 Prozent auf 2.642,00 Pence. Die davon befeuerten Übernahmefantasien im Rohstoffsektor beflügelten auch die anderen Branchentitel - der Sektorindex Stoxx Europe 600 Basic Resources hatte mit einem Plus von 0,28 Prozent die Nase vorn.
Mit Abstand schwächster Branchenindex war indes der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts mit minus 2,33 Prozent. Nach Ansicht eines Börsianers färbte eine Abstufung von Daimler durch Credit Suisse auf den kompletten Sektor negativ ab. Ein weiterer Händler verwies auf die jüngsten Absatzdaten aus China als Belastungsfaktor. Dort war der Autoabsatz im März zwar gestiegen, das Wachstum habe aber deutlich an Schwung verloren. Die Titel des Stuttgarter Autobauers verloren 3,15 Prozent und waren damit Schlusslicht im EuroStoxx 50. Dahinter gaben die Aktie von Konkurrent BMW ebenfalls deutlich nach, und in Paris verloren Renault und PSA Peugeot Citroen ebenfalls jeweils mehr als zwei Prozent.
Für Titel von Electricite de France (EdF) ging es indes an der Spitze des Cac 40 um 2,12 Prozent auf 27,960 Euro hoch. Von dem französischen Energieversorger war bereits am Freitagnachmittag bekannt geworden, dass er seine Erneuerbare-Energien-Tochter EdF Energies Nouvelles (ENN) komplett übernehmen will, weshalb die Aktie den ganzen Tag vom Handel ausgesetzt geblieben war. Bereits davor hatte sie drei Tage in Folge nachgegeben. In London setzten sich die Titel von Barclays und Royal Bank of Scotland (RBS) an die Spitze. Laut Händlern halfen hier Aussagen der Independent Commission on Banking (ICB), denen zufolge beide Banken keine weiteren Unternehmensteile verkaufen müssten./gl/fa

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