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AKTIEN EUROPA: Verluste - Börsianer sehen Griechenland-Sparkurs skeptisch

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 12:05 publiziert

PARIS/LONDON (awp international) - Die europäischen Börsen haben am Montag Verluste verbucht. Gegen Mittag gab der europäische Leitindex EuroStoxx 50 0,93 Prozent auf 2.790,57 Punkte ab. Der Cac 40 büsste in Paris 0,89 Prozent auf 3.783,89 Punkte ein. In London blieb der Aktienmarkt zum Wochenstart wegen eines Feiertags geschlossen. Die im Euroraum zuletzt wieder etwas bessere Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe brachte den Märkten keine positiven Impulse. Am Nachmittag rücken noch die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe in den USA in den Fokus.
Händlern zufolge belasteten das massive Rettungspaket für Griechenland und die damit verbundenen politischen Probleme. Sie gaben sich skeptisch mit Blick auf den notwendigen harten Sparkurs. "Das Schicksal Griechenlands ist in den Händen des griechischen Volkes, denn die Griechen selbst müssen den Sparkurs annehmen", sagte Koen De Leus, Wirtschaftsexperte bei KBC Securities. "Wir hatten an den Börsen seit mehr als einem Jahr eine Rally und es ist daher völlig normal, dass es nun zu einigen Rückschlägen kommt. Investoren suchen nach Ausreden für Gewinnmitnahmen."
Finanztitel waren am Montag die grössten Verlierer. Santander sackten mit minus 4,13 Prozent auf 9,156 an das Ende im Eurostoxx 50. Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) verloren mehr als 2 Prozent und UBS sanken in Zürich um 0,77 Prozent auf 16,74 Franken.
Die Anteilsscheine von TNT verloren nach Zahlenvorlage 1,65 Prozent auf 22,70 Euro und zählten damit zu den schwächsten Werten im Amsterdam-Exchanges-Index (AEX) . Das niederländische Logistik-Unternehmen hatte im ersten Quartal zwar beim Umsatz und Gewinn die Erwartungen des Marktes übertroffen, Unternehmensaussagen zufolge ist die Erholung im zyklischen Express-Geschäft aber noch immer mit Risiken verbunden. Auch die erhoffte Erholung im Briefgeschäft habe TNT noch nicht bestätigt, schrieben die Analysten von KBC.
Der französische Einzelhändler Carrefour versucht einem Pressebericht zufolge, über eine Kooperation mit der indischen Future Group in Indien Fuss zu fassen. Beide Unternehmen hätten eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach die Future Group unter der Carrefour-Marke Läden in Indien eröffnen werde, berichtet die indische Zeitung "Mint" unter Berufung auf Kreise. Beide Unternehmen wollten die Informationen der Zeitung gegenüber nicht bestätigen. Carrefour-Aktien konnten von den Meldungen nicht profitierten und rutschten um 0,71 Prozent auf 36,58 Euro ab./ajx/ck

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