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PARIS/LONDON (awp international) - Verluste bei den als riskant geltenden Finanzwerten haben den europäischen Aktienmarkt am Montag belastet. Börsianer begründeten dies mit der anhaltenden Risikoscheu der Anleger vor dem am späten Nachmittag mit Spannung erwarteten Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Dort wollen sie über Hilfen für die angeschlagenen Euro-Länder Portugal und Griechenland beraten. Wenig beachtet wurde am Markt bislang die Nachricht von der Verhaftung des Chefs des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn.
Der EuroStoxx 50 fiel um 1,26 Prozent auf 2.857,99 Punkte und weitete damit seine am Freitag erlittenen Verluste aus. Der CAC 40 in Paris sank um 1,40 Prozent auf 3.962,75 Punkte. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,90 Prozent auf 5.872,30 Punkte nach unten.
Viele Finanzaktien bekamen die Verunsicherung der Marktteilnehmer zu spüren. So fielen Credit Agricole als zweitschwächster Wert im europäischen Leitindex EuroStoxx um 2,76 Prozent auf 10,765 Euro. Abschläge von mehr als zwei Prozent mussten ebenfalls die Anteilsscheine von ING , BNP Paribas und Unicredit hinnehmen.
Auch insgesamt zählten die Bank- und Versicherungswerte zu den schwächsten Sektoren am europäischen Aktienmarkt. Schlusslicht in Europa war der Index für die Automobilbranche, der um 2,20 Prozent fiel. Auch Automobilaktien würden in dem aktuellen Umfeld als überdurchschnittlich riskant erachtet und deshalb verkauft, meinten Börsianer.
In Madrid aber gaben die Titel der Banco Popular Espanol nur um 1,46 Prozent auf 3,9090 Euro nach. Die Bank hatte mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen der Marktteilnehmer übertroffen. Mit Blick auf das Gesamtjahr jedoch bleibt das Institut weiter vorsichtig.
Ferner stiegen die Aktien der London Stock Exchange (LSE) sogar um 2,54 Prozent auf 848,50 Pence. Trotz der Gegenofferte einiger kanadischen Banken und Pensionsfonds hält die Londoner Börse unbeirrt an dem Zusammenschluss mit dem Betreiber der Börse in Toronto, der TMX Group, fest. LSE und TMX hätten bereits den Antragsprozess gestartet und würden auf einen erfolgreichen Abschluss der Fusion hinarbeiten, teilten die Londoner mit.
Ausserhalb des Finanzsektors fielen die Papiere von Sanofi-Aventis am Ende des EuroStoxx 50 um 4,02 Prozent auf 54,00 Euro. Der indische Medikamentenhersteller Glenmark Pharmaceuticals hatte mit dem französischen Pharmakonzern eine Lizenzvereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung eines neuen Antikörpers unterzeichnet. Daraufhin waren die Titel der Inder an der Börse in Mumbai um fast 20 Prozent in die Höhe geschnellt.
Im Kopenhagen waren die Titel von Danisco zunächst vom Handel ausgesetzt worden und stiegen dann um 1,08 Prozent auf 700,50 dänische Kronen. Der US-Chemiekonzern hatte am Vormittag mitgeteilt, dass die Aktionäre des Herstellers von Lebensmittelzusatzstoffen mehrheitlich für eine Übernahme durch die Amerikaner gestimmt hätten.
Ferner stiegen die Titel von Hennes & Mauritz (H&M) um 1,21 Prozent auf 234,00 schwedische Kronen. Dank der späten Osterfeiertage und des warmen Wetters in wichtigen europäischen Märkten hatte die Textilkette ihre Umsätze im April unerwartet deutlich gesteigert./la/ck

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