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AKTIEN EUROPA/Ausblick: Gut behauptet - Gute US-Vorgaben

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 08:30 publiziert

PARIS/LONDON (awp international) - Freundliche US-Vorgaben dürften die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Freitag stützen. Händler hoben positiv hervor, dass der Dow Jones die Marke von 10.000 Punkten verteidigt hat. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index kaum verändert. Der Future auf den EuroStoxx 50 deutet auf eine um 0,41 Prozent höhere Eröffnung des europäischen Leitindex hin. Den britischen Leitindex FTSE 100 taxierte Finspreads um 0,54 Prozent höher.
Technologiewerte könnten Händlern zufolge mit Kursverlusten in den Handel starten. Sowohl IBM als auch Advanced Micro Devices (AMD) hatten am Vorabend in den USA Zahlen vorgelegt. Trotz eines höheren Ausblicks und Gewinns von IBM schickten Anleger die Aktie nachbörslich nach unten. Der Markt störe sich derzeit an Kleinigkeiten und strafe jede Enttäuschung gnadenlos ab - bei IBM habe der gesunkene Wert der Service-Neuverträge die Kursverluste ausgelöst. Bei AMD hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt. Unterdessen übertraf der Internet-Konzern Google im dritten Quartal mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnplus die Erwartungen der Experten. "Das Schlimmste der Rezession liegt hinter uns", sagte Google-Chef Eric Schmidt.
Die am Vortag nach enttäuschenden Zahlen arg gebeutelte Nokia-Aktie sollte weiter im Auge behalten werden. Der Handyhersteller tauscht seinen Finanzvorstand aus. Timo Ihamuotila, der bislang im Vorstand für den Vertrieb zuständig war, wird sich künftig um die Finanzen des Konzerns kümmern, teilte Nokia am Morgen in Espoo bei Helsinki mit. Der bisherige Finanzvorstand Rick Simonson kümmert sich künftig um die wichtige Handysparte.
In Paris dürften die Aktien von Carrefour im Blickpunkt stehen. Der französische Einzelhandelskonzern hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang verbucht und zugleich die Gesamtjahresprognose für das operative Ergebnis bestätigt. Die Zahlen könnten auch Konkurrenten wie die niederländische Ahold bewegen. Unterdessen hat die französische Hotelkette Accor in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres rückläufige Umsätze verbucht.
Am Nachmittag dürften die Zahlen von General Electric (GE) und die Bank of America das Interesse der europäischen Märkte auf sich. Aus Konjunktursicht werden die US-Industrieproduktion und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan den Ton angeben./tw/rum

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