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AKTIEN EUROPA/Freundlich - Finanzwerte gefragt

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 11:50 publiziert

PARIS/LONDON (awp international) - Gestützt auf Kursgewinne der Finanzwerte haben die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch bis zum Mittag ein kleines Plus verbucht. Nach einem verhaltenen Auftakt hielten die meisten Börsenindizes weiter an ihren Vortagesgewinnen fest. Der EuroStoxx 50 gewann 0,17 Prozent auf 2.870,57 Zähler. Der Pariser CAC-40-Index legte 0,41 Prozent auf 3.786,49 Punkte zu. In London stieg der FTSE 100 um 0,05 Prozent auf 5.140,50 Zähler.
Auch die jüngsten Konjunkturdaten trübten die Stimmung der Investoren nicht nachhaltig: Die Wirtschaft des Euroraums schrumpfe im zweiten Quartal etwas stärker als zunächst berechnet.
Mangels wichtiger Unternehmensnachrichten orientierte sich der Markt nach Einschätzung von Händlern wieder stark am Geschehen an der Wall Street. Dort steht der Handelstag ganz im Zeichen der Alcoa-Zahlen . Der weltgrösste Aluminiumhersteller läutet mit seinen Zahlen die Berichtsaison der grossen amerikanischen Unternehmen ein. Dies sorgte bereits in Europa für Nachfrage bei den Rohstoffwerten.
An der Spitze des EuroStoxx 50 lagen die Titel des niederländischen Finanzkonzerns ING . Die Aktie legte um 3,51 Prozent auf 12,08 Euro zu und näherte sich damit wieder dem Jahreshoch von 12,345 aus der vergangenen Woche. Das Papier des vom Staat gestützten Konzerns befindet sich wie die meisten Finanztitel derzeit in einem Höhenflug, da die Marktteilnehmer auf ein Ende der Finanzkrise setzen. Die ING-Aktie stieg seit März um mehr als 400 Prozent. Kurstreiber am Mittwoch war die Nachricht, dass die Bank Julius Bär das Schweizer Privatkundengeschäft der ING für 520 Millionen Franken kauft. Die Julius-Bär-Titel legten in der Schweiz ebenfalls knapp drei Prozent zu.
Die spanische Bank Santander profitierte hingegen nicht von dem milliardenschwerden Börsengang ihrer brasilianischen Tochter. Der Erlös in Höhe von 5,5 Milliarden Euro lag im Rahmen der Ankündigung vom September. Das Papier der spanischen Grossbank verlor etwas mehr als ein Prozent.
In Grossbritannien standen vor allem die Einzelhandelswerte im Blickpunkt. Papiere von J Sainsbury gaben um 3,13 Prozent auf 312,87 Pence nach und waren damit der schwächste Wert im "Footsie". Der Einzelhändler traf mit seinen Umsatzzahlen für das vergangene Quartal zwar die Erwartungen der Experten, sorgte aber mit vorsichtigen Aussagen über die weiteren Aussichten für Kursverluste bei Sainsbury sowie den Konkurrenten WM Morrison und Tesco . Zulegen konnte dagegen der Titel der Baumarktkette Kingfisher , der getrieben von Hochstufungen der Banken Morgan Stanley und UBS um 3,24 Prozent auf 223,00 Pence zulegte.
Abwärts ging es mit Titeln grosser europäischer Fluglinien, nachdem British Airways (BA) am Dienstagabend weitere Stellenstreichungen bekanntgegeben hatte und Air France-KLM nach wie vor keine Belebung des Geschäfts sieht. Die grösste britische Fluglinie kommt nicht aus der Krise und muss jetzt 1.700 Stellen beim Kabinenpersonal streichen. Zudem sollen dort die Gehälter zwei Jahre eingefroren werden. Belastend wirkte auch eine Abstufung der Societe Generale von "Hold" auf "Sell". Die BA-Aktie gab 0,94 Pence auf 220,75 Pence ab. Papiere des Konkurrent Air France-KLM verloren 1,31 Prozent auf 12,385 Euro. Die französisch-niederländische Gesellschaft konnte zwar die Auslastung wegen eines reduzierten Angebots steigern, rechnet aber weiter damit, dass die Krise auf den Umsatz drückt.
zb/sf/dr

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