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PARIS/LONDON (awp international) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Dienstag mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen des US-Alumiumkonzern Alcoa vom Vorabend hätten die Zuversicht für die nun anlaufende Berichtssaison beflügelt, hiess es am Markt. Die überraschend erfolgreiche Emission von Geldmarktpapieren durch Griechenland habe zusätzlich für gute Stimmung gesorgt. Die Herabstufung Portugals durch die Ratingagentur Moody's sei hingegen gelassen aufgenommen worden, da sie erwartet worden sei.
Der EuroStoxx 50 gewann 1,92 Prozent auf 2.737,59 Zähler. Der Pariser CAC-40 legte um 1,96 Prozent auf 3.637,76 Zähler zu. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 2,01 Prozent auf 5.271,02 Zähler nach oben.
Die grössten Gewinne verbuchte der Automobilsektor. Peugeot und Renault waren im Pariser CAC-40 unter den drei besten Werten und verteuerten sich um mehr als 5 beziehungsweise 4 Prozent. An der Mailänder Börse sprangen Fiat mit einem Plus von 3,50 Prozent auf 9,3150 Euro an die Spitze des MIB30-Index. Börsianer verwiesen zur Begründung für die starke Nachfrage nach Autoaktien auf den grösseren Optimismus des deutschen Branchenkollegen BMW.
Auch Finanzwerte konnten deutlich zulegen. Der Verlauf der griechischen Auktion habe in diesem Sektor besonders für Optimismus gesorgt, sagten Händler. Jüngste Sorgen über den Stresstest seien hingegen verblasst. Im EuroStoxx 50 sprangen Credit Suisse um 3,72 Prozent auf 9,600 Euro nach oben. Societe Generale legten um 3,24 Prozent auf 39,500 Euro zu.
Im FTSE 100 gewannen BP 2,86 Prozent auf 410,350 Britische Pence. Laut "Financial Times" wird der Ölkonzern in den kommenden vier Jahren vermutlich rund 10 Milliarden US-Dollar weniger Steuern zahlen müssen. Das Geld, das zum Stopfen der Ölquelle im Golf von Mexiko, zum Aufsammeln des Öls und für die Entschädigungszahlungen an die Anwohner ausgegeben werde, könne von der Steuer abgeschrieben werden. Zudem testet BP eigenen Angaben zufolge nun eine neue Absaugglocke, die im Falle eines erfolgreichen Einsatzes den Ölaustritt angeblich stoppen wird.
Aktien von L'Oreal verteuerten sich im CAC 40 um 0,82 Prozent auf 82,760 Euro, nachdem die Titel zunächst schwach in den Handel gestartet waren. Der Kosmetikkonzern hatte im zweiten Quartal seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern können. "Der Umsatzanstieg spiegelt unsere Rückkehr zu starkem Wachstum wider", sagte Unternehmenschef Jean-Paul Agon. "Zudem profitierten wir von sehr positiven Währungseffekten, die sich im Jahresverlauf noch verstärken könnten"./RX/he/stb

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