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PARIS/LONDON (awp international) - Angeführt von Automobil- und Rohstofftiteln haben sich die europäischen Börsen am Donnerstag etwas von ihren jüngsten Verlusten erholt. Marktteilnehmer sahen das unerwartet gesunkene US-Handelsbilanzdefizit als Hoffnungsschimmer, der einer fälligen Gegenbewegung Auftrieb gegeben habe. Der am Vortag auf das Niveau nach der Erdbebenkatastrophe in Japan Mitte März gefallene EuroStoxx 50 gewann 0,95 Prozent auf 2.778,12 Punkte. Auch für den CAC 40 ging es in Paris um 1,06 Prozent nach oben auf 3.878,65 Punkte. Der Londoner FTSE 100 profitierte von der Nachfrage nach Minenwerten und stieg um 0,82 Prozent auf 5.856,34 Punkte.
Erst wenn es gelinge, das Griechenland-Problem endlich vom Tisch zu bekommen und die Fundamentaldaten der Unternehmen wieder in den Fokus rücken, könne sich der Markt nachhaltig erholen, gab ein Börsianer zu bedenken. Einstweilen blieben auch sichere Anlagen wie deutsche Anleihen sehr gefragt, was Marktteilnehmer mit Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einer möglichen Umschuldung in Griechenland begründeten. So bekräftigte EZB-Chef Jean-Claude Trichet die strikte Ablehnung einer Restrukturierung. Den Leitzins liessen die Währungshüter unverändert, stellten aber wie allgemein erwartet eine Zinserhöhung für Juli in Aussicht.
An der Spitze des EuroStoxx gewannen BMW-Aktien 3,16 Prozent auf 62,930 Euro. Börsianer begründeten dies ebenso mit einer Reaktion auf die zuletzt schlechte Kursentwicklung. Peugeot-Papiere legten unter den Favoriten des Cac-40 um 2,42 Prozent auf 28,410 Euro zu und komplettierten mit den 2,34 Prozent festeren Michelin-Aktien das positive Branchenbild. Im "Footsie" verteuerten sich die zuletzt ebenfalls schlecht gelaufenen Bergbautitel von Antofagasta um 2,45 Prozent auf 1.234 Pence, Anglo American stiegen um 2,19 Prozent auf 2.952 Pence.
Der Einzelhandelssektor lief mit einem kaum veränderten Branchenindex indes der Markterholung deutlich hinterher. Verantwortlich hierfür waren vor allem die Papiere der Home Retail Group, die um 13,74 Prozent auf 174,69 Pence in die Knie gingen. Der führende britische Einzelhändler von Haushaltswaren verzeichnete im ersten Geschäftsquartal einen deutlichen Umsatzrückgang und blieb wegen der Kaufzurückhaltung britischer Verbraucher auch zurückhaltend für den Rest des Jahres.
Ebenfalls wenig gefragt waren Bankentitel, die am Ende des EuroStoxx lagen. Intesa SanPaolo führten die Verlierer mit minus 0,50 Prozent auf 1,7800 Euro an. Credit Agricole waren im Pariser Leitindex sogar der einzige Wert im Minus.
Der angeschlagene finnische Handy-Hersteller Nokia bestätigte einen Zeitungsbericht, dem zufolge sich Technologiechef Rich Green habe beurlauben lassen, um sich um eine persönliche Angelegenheit zu kümmern. Die zuletzt arg gebeutelten Titel erholten sich um 0,33 Prozent auf 4,3080 Euro./ag/tw

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