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PARIS/LONDON (awp international) - Positive Impulse aus den USA haben die europäischen Börsen am Mittwoch weiter nach oben geschoben. Gute Beschäftigungsdaten aus der US-Privatwirtschaft - laut ADP-Index stieg die Zahl im Juli - und auch ein besser als erwarteter ISM-Index Dienste hievten den EuroStoxx 50-Index auf den höchsten Schlussstand seit dem 29. April.
Der EuroStoxx 50 ging mit plus 0,22 Prozent bei 2.825,08 Punkten aus dem Handel. In Paris stieg der CAC-40-Index um 0,35 Prozent auf 3.760,72 Punkte. Der Londoner FTSE 100 schloss dagegen mit minus 0,19 Prozent bei 5.386,16 Punkten.
Versorger und Öl- und Gaswerte zählten zu den grössten Gewinnern im europäischen Geschäft. Der Stoxx Europe 600 Utilities ging mit plus 0,80 Prozent als bester Branchenindex aus dem Handel, der Stoxx Europe 600 Oil & Gas Index verbesserte sich um 0,62 Prozent. Robuste US-Konjunkturdaten haben den Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September am Nachmittag gestützt. Bei zuletzt 82,67 US-Dollar behauptete das US-Öl das deutlich erhöhte Niveau der Vortage gut. Zweitbester Wert im EuroStoxx 50 waren daraufhin die Aktien von Eni mit einem Aufschlag von 1,49 Prozent auf 16,350 Euro. Die Papiere von BP verteuerten sich in London um 1,44 Prozent auf 420,00 Pence. Der britische Ölkonzern verkündet nach dreieinhalb Monaten Ölpest einen Erfolg am Golf von Mexiko. Die lecke Quelle sei erfolgreich von oben mit Schlamm abgedichtet worden.
Im Bankensektor überwogen unterdessen nach zahlreichen Quartalsberichten führender Geldinstitute die negativen Vorzeichen. Papiere der Unicredit schlossen mit minus 2,52 Prozent auf 2,1250 Euro am Ende des EuroStoxx 50. Die italienische Grossbank hatte am Vortag im späten Handel die Erwartungen von Analysten im zweiten Quartal weit enttäuscht. Dahinter folgten ebenfalls schwache Aktien von Intesa SanPaolo mit minus 1,33 Prozent. Mit 0,68 Prozent im Plus auf 45,705 Euro hielten sich dagegen die Anteile der Societe Generale . Die französische Grossbank ist weiter auf dem Weg aus der Krise und erzielte auch im zweiten Quartal einen Gewinn in Milliardenhöhe. Im "Footsie" gewannen Lloyds 3,57 Prozent auf 74,54 Pence. Die staatlich gestützte britische Grossbank kann sich etwas aus dem Griff der Finanzkrise lösen und wird nach überraschendem Milliardengewinn zunehmend optimistischer.
Zu den Verlierern zählten auch Einzelhandelswerte. Der Stoxx Europe 600 Retail büsste als schwächster Sektorindex 0,66 Prozent ein. Händler verwiesen auf die Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze in der Eurozone. Hier war der befürchtete Rückgang im Juni ausgeblieben, dennoch sorgten sich den Börsianern zufolge einige um eine rückläufige Nachfrage der Verbraucher. Next-Titel rutschten am "Footsie"-Ende um 7,73 Prozent auf 2.037 Pence ab. Der Einzelhändler verzeichnete eine Abkühlung in der Nachfrage und rechnet mit einem schwierigeren zweiten Halbjahr./fat/nmu

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