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PARIS/LONDON (awp international) - Stützende Massnahmen für den Yen und ein Waffenstillstand in Libyen haben am Freitag für einen freundlichen Wochenausklang am europäischen Aktienmarkt gesorgt. Der schon am Vortag gestiegene EuroStoxx 50 beendete den Handel 0,23 Prozent höher bei 2.792,61 Punkten, kam dabei aber deutlich von seinen zuvor erreichten Höchstständen zurück. Der europäische Leitindex reduzierte so seine von der Katastrophe in Japan geprägten Wochenverluste auf ein Minus von 3,16 Prozent. In Paris stieg der Cac 40 am Freitag um 0,63 Prozent auf 3.810,22 Punkte und der FTSE 100 legte in London um 0,39 Prozent auf 5.718.13 Punkte zu.
Börsianer reagierten positiv auf den Beschluss der G7-Staaten, gemeinsam gegen die jüngste Aufwertung des Yen vorzugehen. Zudem hatten Aussagen des libyschen Aussenministers Mussa Kussa die Stimmung etwas aufgehellt. Dieser kündigte am Freitag einen sofortigen Waffenstillstand sowie die Einstellung aller Kampfhandlungen an, nachdem der UN-Sicherheitsrat in New York einer Flugverbotszone über Libyen zugestimmt hatte. Auch kleine Anzeichen einer Stabilisierung am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins in Japan hätten etwas beruhigt, hiess es. Angesichts der im späten Handel abgebauten Gewinne wurde am Markt jedoch auf die anhaltende Unsicherheit verwiesen. Möglicherweise hätten sich einige vor dem Wochenende dann doch noch für Gewinnmitnahmen entschieden, hiess es.
Angesichts des anstehenden Wiederaufbaus in Japan nach der verheerenden Naturkatastrophe und eines möglichen Wandels der Energiepolitik legte der Stoxx 600 Industrial Goods & Services um 1,18 Prozent zu. Schneider Electric waren mit plus 3,17 Prozent auf 113,90 Euro der Spitzenreiter im EuroStoxx 50. Gewinne verbuchten auch Alstom , die sich um 1,83 Prozent auf 40,165 Euro verteuerten. ABB legten in Zürich 1,70 Prozent auf 20,99 Schweizer Franken zu.
Stärkster Sektorindex waren am Ende jedoch die Automobilwerte. Nachrichten gab es einzig vom Autobauer Daimler , der sich optimistisch zum Lkw-Geschäft äusserte. Der Stoxx 600 Automobiles & Parts stieg um 2,08 Prozent. Wegen des schwankenden Ölpreises standen zudem Energiewerte im Fokus. Die Sorge vor einer weiteren Eskalation in Libyen liess Rohöl zunächst weiter steigen, bevor die Ankündigung des Waffenstillstands den Preis wieder kräftig drückte. Aktien aus dem Ölsektor schlossen daraufhin mit gemischten Vorzeichen. BP-Aktien etwa stiegen um 0,96 Prozent auf 462 Pence und Repsol-YPF schlossen 0,50 Prozent höher bei 23,20 Euro. Total dagegen verloren moderate 0,07 Prozent auf 40,76 Euro.
Vergleichsweise schwach zeigten sich die Aktien aus dem Bankensektor. Für den Branchenindex Stoxx 600 Banks ging es um 0,09 Prozent nach unten. Papiere der spanischen BBVA verloren 0,98 Prozent auf 8,58 Euro. Händler verwiesen auf eine veröffentlichte Statistik der Bank of Spain, wonach der Bestand an faulen Krediten spanischer Banken im Januar auf den höchsten Stand seit 16 Jahren geklettert sei. Vorsichtig gestimmt habe zudem die chinesische Notenbank, die im Kampf gegen die Inflation erneut die Mindestreserveanforderungen für die Banken angehoben hatte. Auch die Vortags schon schwachen Titel von Credit Agricole verloren weitere 0,53 Prozent auf 11,22 Euro. Andere Banken legten dagegen zu. Societe Generale stiegen sogar um 2,18 Prozent./tih/she

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