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PARIS/LONDON (awp international) - Vor allem Kursgewinne bei Banken- und Minenwerten haben den wichtigsten europäischen Aktienindizes am Montag Auftrieb gegeben. Während die Bankaktien mit deutlichen Aufschlägen auf die am Wochenende beschlossenen Basel-III-Regeln reagierten, zogen Rohstoffwerte nach positiven Daten zur Industrieproduktion in China an. Die neuen Regelungen für die Finanzbranche seien insgesamt positiv aufgenommen worden, sagten Börsianer. Zuvor habe es Ängste gegeben, dass Banken noch mehr Kapital benötigen könnten und dass sie die Neuerungen schneller umsetzen müssen.
Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,89 Prozent auf 2.805,06 Punkte. In Paris gewann der CAC-40-Index sogar 1,11 Prozent auf 3.767,15 Punkte und in London legte der FTSE 100 um 1,16 Prozent auf 5.565,53 Punkte zu.
An der Spitze des EuroStoxx 50 notierten Bankaktien wie die der Credit Agricole und der Societe Generale . Sie gewannen 5,75 Prozent auf 11,590 Euro sowie 4,30 Prozent auf 45,800 Euro. Auch für die italienische Unicredit ging es mit plus 2,86 Prozent auf 2,033 Euro deutlich nach oben.
Neben Bankentiteln verbuchten Minenwerte überdurchschnittliche Aufschläge. Marktteilnehmer führten das darauf zurück, dass in China die Industrieproduktion im August um 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen war - und damit deutlicher als erwartet. Den Aktien von Kazakhmys brachte das mit plus 5,21 Prozent auf 1.328,89 Pence die Spitze im "Footsie" ein. Auch die Papiere von Rio Tinto , BHP Billiton sowie Vedanta stiegen um mehr als zweieinhalb Prozent.
Bewegt waren zudem Titel aus dem Bausektor. Neben den stützenden Daten aus China bescherte hier eine Branchenstudie der Credit Suisse den Papieren aus dem Sektor gegensätzliche Impulse. Während die Experten der Schweizer Bank ihre Bewertung für Lafarge anhoben, äusserten sie sich negativ zum Schweizer Konkurrenten Holcim. Dementsprechend ging es für Lafarge-Titel um 3,40 Prozent auf 41,195 Euro nach oben, während Holcim-Papiere 0,54 Prozent auf 64,650 Franken verloren - und das, obwohl sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit Venezuela auf eine Entschädigungszahlung für die Verstaatlichung seiner Unternehmenstochter vor zwei Jahren geeinigt hatte. Holcim zufolge soll das südamerikanische Land insgesamt 650 Millionen US-Dollar (508 Mio. Euro) überweisen. Von der Verstaatlichung von Zementwerken in Venezuela waren neben Holcim die mexikanische Cemex und Lafarge betroffen./chs/she

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