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PARIS/LONDON (awp international) - Belastet von einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht sind die europäischen Börsen am Freitag schwächer ins Wochenende gegangen. In den USA war die Beschäftigtenzahl im Juli doppelt so stark gesunken wie erwartet. Das überwog Händlern zufolge eindeutig die positiv überraschend auf dem Vormonatsniveau verharrende Arbeitslosenquote von 9,5 Prozent. Bernd Weidensteiner von der Commerzbank stufte die Daten als "sehr enttäuschend" ein, während die Postbank in den Zahlen auch positive Ansätze ausmachte.      
Der EuroStoxx 50 ging mit minus 1,42 Prozent bei 2.779,34 Punkten aus dem Handel. Im Wochenvergleich legte der europäische Leitindex aber um 1,36 Prozent zu. In Paris fiel der CAC-40-Index am Freitag um 1,28 Prozent auf 3.716,05 Punkte. Der Londoner FTSE 100 verlor 0,62 Prozent bei 5.332,39 Punkte.      
Automobilwerte waren der schwächste Sektor in Europa. Der Branchenindex für Autos und Autozulieferer, der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts , büsste 2,06 Prozent ein. Im Verlauf war der Index noch auf den höchsten Stand seit Anfang November 2008 geklettert. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, die durch eine Branchenstudie von Goldman Sachs noch verstärkt worden seien. Schwächster Wert in dem Sektor waren PSA Peugeot Citroen , die im CAC 40-Index 3,72 Prozent auf 22,495 Euro einbüssten. Goldman stufte das Papier von "Buy" auf "Neutral" ab. Im EuroStoxx 50 büssten Daimler als schlechtester Autowert 2,75 Prozent auf 40,965 Euro ein.      
Auch die schon am Vortag wegen eines schwachen Ausblicks von Unilever gedrückten europäischen Nahrungsmittelwerte rutschten weiter ab. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Food & Beverage verlor als zweitschlechtester Sektor 1,88 Prozent. Händlern zufolge belasteten nun die steigenden Nahrungsmittelpreise die Werte, nachdem Russland am Vorabend wegen der schweren Dürre und den verheerenden landesweiten Bränden vom 15. August an seinen Getreideexport stoppt. Russland ist der weltweit drittgrösste Weizenexporteur. Vor dem Wochenende büssten aus dem Sektorindex die Aktien des Getränkekonzerns AB Inbev 3,85 Prozent auf 39,185 Euro ein. Das Unternehmen wird am 12. August Zahlen vorlegen. Die Anteile an dem britisch-niederländischen Konsumgüterkonzern Unilever rutschten um weitere 2,75 Prozent ab.      
Auch Finanzwerte standen auf der Verliererseite: Die Papiere von AXA verbilligten sich als zweitschlechtester EuroStoxx 50-Wert um 2,96 Prozent auf 14,240 Euro, Banco Santander büssten 2,60 Prozent auf 10,105 Euro ein. Papiere der Royal Bank of Scotland (RBS) rutschten in London nach anfänglichen Gewinnen mit 1,73 Prozent auf 51,10 Pence ins Minus. Mit der verstaatlichten britischen Grossbank kehrte jetzt auch einer der grössten Problemfälle der Finanzkrise in die schwarzen Zahlen zurück. Die RBS profitierte dabei von gesunkenen Kosten und geringeren Verlusten im nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen./fat/he

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