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PARIS/LONDON (awp international) - Wachstumssorgen haben die meisten Börsen in Europa auch zum Start der neuen Handelswoche belastet. Der EuroStoxx 50 fiel um 0,85 Prozent auf 2.765,33 Punkte und konnte damit nicht an seine Erholung vom Freitagnachmittag anknüpfen. Auch der CAC 40 sank in Paris um 0,70 Prozent auf 3.863,40 Punkte. Der Londoner FTSE 100 rückte gestützt auf festere Minentitel dagegen um 0,14 Prozent auf 5.863,16 Punkte vor.
Die Sorgen um die Dynamik der Weltwirtschaft hielten den Markt über tiefere Hochs und niedrigere Tiefpunkte aus charttechnischer Sicht in einem klaren Abwärtstrend, sagten Börsianer. Kurzfristig seien die Aussichten weiter negativ, zumal viele Marktteilnehmer davon ausgehen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag eine weitere Leitzinsanhebung für Juli andeuten wird.
Die grössten Verlierer in der Branchenübersicht kamen aus dem Bankensektor, gefolgt von Versorgern, Bau- und Versicherungswerten. Im Kampf gegen eine Pleite Griechenlands wollen die Regierungen der Eurozone nach Informationen des "Wall Street Journals" (WSJ) die Banken mit 30 Milliarden Euro zur Kasse bitten. Unter Berufung auf ranghohe Offizielle berichtete das Blatt am Sonntag in seiner Online-Ausgabe, darauf hätten sich die 17 Regierungen der Euroländer in einer "vorläufigen Vereinbarung" über ein neues Hilfspaket für das angeschlagene Land an der Ägäis geeinigt.
Schwächster der dadurch belasteten Finanztitel war Unicredit mit einem Abschlag von 3,06 Prozent auf 1,5200 Euro. Mit den ebenfalls sehr schwachen Intesa SanPaolo , Credit Agricole und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) gehörte das Endes Leitindex den Banken. Im "Footsie" waren Papiere der Lloyds Banking Group Schlusslicht mit minus 3,77 Prozent auf 47,56 Pence.
Europaweit besonders gefragt waren dagegen Chemiewerte. Der Branchenindex Stoxx 600 Chemicals verbuchte neben dem Rohstoffpendant Stoxx 600 Basic Resources die einzigen Gewinne. Neben den festeren Aktien der Düngemittelhersteller fielen auch Bayer positiv auf, die mit plus 1,48 Prozent auf 56,25 Euro zweistärkster EuroStoxx-Wert waren. Der Pharma- und Chemiekonzern kommt bei der Entwicklung des neuen Prostata-Krebsmittels Alpharadin gut voran. Eine Studie kann vorzeitig beendet und nun die Zulassungsstrategie für das gemeinsam mit der norwegischen Gesellschaft Algeta entwickelte Mittel geprüft werden.
Für Air France-KLM ging es um 1,42 Prozent auf 11,105 Euro bergab, nachdem die Fluggesellschaft angekündigt hatte, sie wolle ihr Afrika-Geschäft vor der zunehmenden Konkurrenz verteidigen. Ein kräftiges Passagierplus im Mai trieb die Aktien der Billigflug-Gesellschaft Easyjet um 0,50 Prozent auf 357,41 Pence nach oben.
Die Aktien von Rolls-Royce gaben 0,24 Prozent auf 629,52 Pence ab. Der Motorenbauer und sein Partner Daimler halten inzwischen knapp 60 Prozent am Diesel-Grossmotorenhersteller Tognum und erwarten, ihn nach einem wochenlangen Übernahmekampf nun schlucken zu können./ag/stw

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