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PARIS/LONDON (awp international) - Kräftige Kursgewinne bei Finanz- und Energiewerten haben dem EuroStoxx 50 am Donnerstag ein knappes Plus gesichert. Die anderen europäischen Aktienindizes litten indes laut Experten unter Sorgen wegen einer möglichen weiteren Straffung der chinesischen Geldpolitik, nachdem die dortige Volkswirtschaft im vergangenen Jahr stark gewachsen war und die Inflation angeheizt hatte.
Der Leitindex der Eurozone schloss 0,13 Prozent höher bei 2.927,42 Punkten. Dagegen büsste der Cac 40 in Paris 0,30 Prozent auf 3.964,84 Punkte ein, und in London sackte der FTSE 100 angesichts sehr schwacher Minenwerte sogar um 1,82 Prozent auf 5.867,91 Punkte ab.
Die Stärke der Energiewerte schlug sich auch im Stoxx Europe 600 Utilities nieder, der als bester Sektorindex um 1,49 Prozent stieg. Ein ähnliches Bild zeigte sich beim Stoxx Europe 600 Banks mit einem Plus von 0,47 Prozent. Schlusslicht war indes der Rohstofindex Stoxx Europe 600 Basis Resources , der 3,46 Prozent einbüsste.
Aus dem Energiesektor legten die Aktien der beiden deutschen Versorger Eon und RWE ebenso wie GDF Suez um jeweils mehr als zwei Prozent zu. Händler erklärten dies mit einer Sektor-Rotation in den Portfolios. Derzeit werde auf jene Werte gesetzt, die zuletzt besonders schwach abgeschnitten hätten. Dazu gehörten 2010 unter anderem die Versorger.
Die Finanzwerte zeigten sich ebenfalls europaweit sehr fest. Sie profitierten laut Börsianern von der Erwartung deutlich sinkender Kosten für die Kreditausfallversicherungen bei Banken. Als Grund wurde ein Pressebericht genannt, dem zufolge Griechenland seine Anleihen unter Nennwert zurückkaufen und sich dann beim europäischen Rettungsfonds refinanzieren könnte. Intesa SanPaolo , Credit Agricole und Unicredit schlossen ebenso sehr fest wie in London die Titel des "Footsie"-Spitzenreiters Barclays . Auch Versicherungswerte wie Generali und Axa gingen mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel.
Die Aktien der britischen Minenunternehmen verloren dagegen erheblich an Wert. Auch dies führten Experten auf Umschichtungen der Anleger zurück, nachdem diese sich im zweiten Halbjahr 2010 wie andere zyklische Branchen sehr gut entwickelt hätten. Fresnillo , Kazakhmys , Xstrata und Lonmin büssten zwischen fünf und sieben Prozent ein. Die Titel von BHP Billiton gaben mit minus 3,56 Prozent auf 2.412 Pence nicht ganz so stark nach. Die hohe Rohstoff-Nachfrage bescherte dem britisch-australischen Bergbaukonzern im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Dezember zwar einen neuen Rekord, doch die Flutkatastrophe in Australien macht dem Konzern zu schaffen.
Bei einzelnen Werten sorgten auch noch Zahlen für Bewegung. Die Aktien von Alstom drehten nach Aussagen zum Auftragseingang im vierten Geschäftsquartal ins Plus und setzten sich mit plus 3,93 Prozent auf 41,425 Euro an die EuroStoxx-Spitze. Zunächst war die Aktie nach Umsatzzahlen zum dritten Geschäftsquartal noch ans Indexende gefallen.
Der Einzelhändler Ahold setzte im vierten Quartal mehr um als noch vor einem Jahr und erfüllte die Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen sprach aber von einem harten Preiskampf vor allem in den USA, wo es inzwischen 60 Prozent seines Umsatzes erzielt. Die Aktien büssten 1,32 Prozent auf 9,610 Euro ein.
Die Ericsson-Papiere verloren ungeachtet enttäuschender Zahlen vom Gemeinschaftsunternehmen Sony-Ericsson nur 0,07 Prozent auf 76,40 schwedische Kronen. Der Handyhersteller machte im vierten Quartal 2010 zwar dank neuer Smartphones mit dem Android-Betriebssystem wieder Gewinne, hat aber weiter mit schrumpfenden Marktanteilen zu kämpfen. Der schwedische Telekomausrüster selbst legt am kommenden Dienstag Zahlen vor.
In London rutschten die Titel der Man Group um 2,39 Prozent auf 294 Pence ab. Der Hedge-Fonds-Anbieter musste im dritten Geschäftsquartal Mittelabflüsse von netto einer Milliarde US-Dollar verkraften. Die Hoffnung auf eine Trendwende durch die Übernahme des Konkurrenten GLG im vergangenen Jahr wurde damit enttäuscht. Um kräftige 16,19 Prozent auf 382 Pence brachen ausserhalb des "Footsie" die Anteilsscheine von Easyjet ein. Die britische Fluggesellschaft erwartet angesichts hoher Benzinkosten und Flugausfälle in den vergangenen drei Monaten einen hohen Verlust im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011.
gl/stw

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