Navigation

AKTIEN EUROPA/Schluss: Verluste - Sorgen nach Alleingang Deutschlands

Dieser Inhalt wurde am 19. Mai 2010 - 18:24 publiziert

PARIS (awp international) - Wiederkehrende Unsicherheit um die Stabilität des europäischen Finanzsystems hat die wichtigsten Börsen in Europa am Mittwoch unter Druck gesetzt. "Das von der deutschen Finanzaufsicht BaFin beschlossene Verbot ungedeckter Leerverkäufe sorgt für Irritationen bei den ohnehin schon sehr nervösen Marktteilnehmern", sagte Analyst Patrick Pflüger von IG Markets. Da habe auch der am Nachmittag deutlich höhere Eurokurs nicht geholfen. Devisenhändler sprachen von einer technischen Erholung der Gemeinschaftswährung nach ihrer steilen Talfahrt. Der Kursanstieg sei durch Interventionen der Schweizer Notenbank SNB verstärkt worden.
Der EuroStoxx 50 ging mit minus 2,92 Prozent bei 2.619,48 Punkten aus dem Handel. Dabei konnte kein einziger der 50 Werte aus dem Leitindex der Euro-Zone mit einem positiven Vorzeichen schliessen. Der Stoxx Europe 50 verlor 2,86 Prozent auf 2.386,73 Punkte. Der Pariser Leitindex Cac 40 sackte um 2,92 Prozent auf 3.511,67 Punkte ab, in London gab der FTSE 100 um 2,81 Prozent auf 5.158,08 Punkte nach.
Finanzwerte und dabei insbesondere die grossen Banken standen angesichts der Unsicherheit um eine stärkere Regulierung der internationalen Kapitalmärkte laut Händlern weiter im Fokus. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banken stoppte seinen zweitägigen Erholungsversuch und sackte um 3,51 Prozent ab. Mit einem Tagesverlust von 5,98 Prozent auf 1,7620 Euro gingen die Papiere der Unicredit am Ende des EuroStoxx 50 aus dem Handel.
Wegen fallender Rohstoffpreise sackten auch Metall- und Ölwerte deutlich ab - der Stoxx Europe 600 Basic Resources Index war mit minus 6,09 Prozent der schwächste europäische Branchenindex, der Stoxx Europe 600 Oil & Gas büsste 3,05 Prozent ein. Börsianer machten die neuerlichen Sorgen um die Konjunkturentwicklung als Belastungsfaktor für die Rohstoffpreise aus. Die Ölpreise sind zudem wegen gestiegenen US-Rohöllagerbeständen erneut unter Druck geraten. Im EuroStoxx 50 brachen die Aktien des Stahlkonzerns ArcelorMittal um 5,67 Prozent auf 24,785 Euro ein, Repsol-YPF gaben als Ölwert 2,58 Prozent ab./fat/

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?