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AKTIEN EUROPA/Schluss: Verluste - Unsicherheit um Regulierung belastet

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 18:12 publiziert

PARIS/LONDON (awp international) - Anhaltende Sorgen um eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte haben die europäischen Börsen am Donnerstag erneut ins Minus gedrückt. Vor allem Bankaktien litten Händlern zufolge unter Spekulationen, wonach das deutsche Leerverkaufsverbot für bestimmte Finanztitel vor einer Ausdehnung auf weitere Länder stehe. Auch Minenwerte standen unter Druck.
Der EuroStoxx 50 konnte seine frühen Gewinne nicht behaupten und fiel am Ende um 1,90 Prozent auf 2.569,58 Punkte. Der Cac 40 sank in Paris 2,25 Prozent auf 3.432,52 Punkte und auch für den Londoner FTSE 100 ging es um 1,65 Prozent auf 5.073,13 Punkte nach unten.
Wie zuletzt zeigten sich die Finanzwerte wieder besonders stark bewegt. Banco Santander , Barclays , Societe Generale , Unicredit oder auch ING fielen zwischen 1,1 und 3,0 Prozent.
Einige Metall- und Minenwerte wie ArcelorMittal oder Rio Tinto gehörten nach einer Sektorstudie zu den Verlierern. Die Titel verbilligten sich um 3,91 Prozent auf 23,815 Euro und um 5,78 Prozent auf 2.812 Pence. Merrill Lynch hatte die Aktien beider Unternehmen auf "Neutral" abgestuft. Risiken für Rio Tinto etwa resultierten vor allem aus den erwarteten Preisrückgängen für Kupfer- und Eisenerz, schrieb Analyst Jason Fairclough. Zu ArcelorMittal meinte der Experte Nik Oliver: Der Stahlkocher verkaufe 80 Prozent des produzierten Stahls auf Basis kurzfristiger Verträge und sollte daher deutlich unter der sinkenden Nachfrage und niedrigeren Preisen leiden, die für das dritte Quartal erwartet würden. Die Aktien von Anglo American , Kazakhmys Vedanta und Xstrata gaben zwischen 3,2 und 4,3 Prozent nach.
Noch negativer im Kurs bemerkbar machte sich eine Kapitalerhöhung des britischen Stromnetzbetreibers National Grid . Dessen Papiere büssten in London 7,02 Prozent auf 576,50 Pence ein.
Titel von SABMiller rutschten um 6,04 Prozent ab: Der Bierbrauer blieb mit seinen Zahlen leicht hinter den Erwartungen zurück und rechnet erst Ende 2010 mit steigenden Konsumausgaben. Im Sog dessen notierten auch die Papiere der weltweit grössten Brauereigruppe AB Inbev im Minus.
Zu den wenigen Gewinnern am Markt hingegen gehörten Ölwerte, die von der Tags zuvor begonnenen Erholung des Ölpreises profitierten. Royal Dutch Shell und BP legten in London um 0,4 und 1,0 Prozent zu. Titel von Repsol-YPF wurden gar 1,40 Prozent höher gehandelt./la/sk

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