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PARIS/LONDON (awp international) - Negativ aufgenommene Unternehmenszahlen sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben den europäischen Börsen am Donnerstag Verluste eingebrockt. Vor allem im Finanzsektor seien die Unternehmensresultate mehrheitlich nicht gut aufgenommen worden, sagte ein Händler. Zudem sorgten sich viele um die Entwicklung der US-Wirtschaft. Hier war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen, was nach den schwachen ADP-Arbeitsmarktdaten vom Vortag als weiteres negatives Signal für den am Freitag anstehenden monatlichen US-Arbeitsmarktbericht gilt. Dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins wie erwartet bei 1,25 Prozent beliess, sorgte am Markt für keine nennenswerte Bewegung.
Der Leitindex EuroStoxx 50 ging mit minus 0,86 Prozent bei 2.926,54 Punkten aus dem Handel. Es war der vierte Handelstag in Folge mit Verlusten, nachdem es zuvor sieben Tage in Serie für den Index nach oben gegangen war. Der Cac 40 in Paris sank um 0,95 Prozent auf 4.004,87 Punkte, der Londoner FTSE 100 büsste 1,07 Prozent auf 5.919,98 Punkte ein.
Einer etwa hatte im ersten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen, woraufhin die Papiere der zweitgrössten französischen Bank 4,98 Prozent auf 43,255 Euro verloren. Auch der spanische Konkurrent BBVA hatte weniger als angenommen verdient, die Titel verbilligten sich um 1,51 Prozent auf 8,426 Euro. Im Zuge dessen ging es auch für Aktien der Konkurrenten bergab. Credit Agricole sanken um 2,00 Prozent auf 10,800 Euro, Banco Santander verbuchten einen Abschlag von 0,99 Prozent auf 8,200 Euro.
Europas zweitgrösster Versicherer Axa war indes in den ersten drei Monaten des Jahres beim Umsatz auf der Stelle getreten, hatte aber dennoch seine Ziele für das Gesamtjahr bekräftigt. Die Papiere schlossen mit plus 0,20 Prozent bei 15,025 Euro. Der niederländische Finanzkonzern ING hatte einen Gewinnsprung vermeldet, was den ING-Titeln ein Kursplus von 1,62 Prozent auf 8,927 Euro bescherte. Damit zählten sie zu den stärksten Aktien in Amsterdam.
In London sackten die Titel der Lloyds Banking Group um 8,00 Prozent auf 53,133 Pence ab. Schadensersatzansprüche von Kunden wegen mangelhafter Beratung beim Verkauf von Versicherungen hatten die teilverstaatlichte britische Grossbank tief in die roten Zahlen gezogen. Schlusslicht im FTSE waren Schroders mit minus 9,19 Prozent auf 1.771,34 Pence. Der Vermögensverwalter hatte für das erste Quartal überraschend einen Quartalsverlust ausgewiesen.
In Zürich stiegen die Papiere des weltweit zweitgrössten Rückversicherers Swiss Re um 1,79 Prozent auf 51,050 Franken. Dabei war der Konzern aufgrund der Naturkatastrophen in Japan, Australien und Neuseeland tief in die roten Zahlen gerutscht. Experten hatten aber mit einem noch höheren Verlust gerechnet. Der Versicherer Zurich Financial Services (ZFS) litt ebenfalls unter diesen Katastrophen und musste einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Überschuss war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32 Prozent auf 637 Millionen Dollar (428 Mio Euro) gesunken. Den Titeln brachte das einen Abschlag von 3,45 Prozent auf 235,100 Franken.
Auch ausserhalb des Finanzsektors wurden Zahlen präsentiert. So war bei Smith & Nephew das Geschäft mit künstlichen Kniegelenken in den USA zuletzt gut gelaufen, was dem Medizintechnikunternehmen zu starken Quartalszahlen verholfen hatte. Die Papiere kletterten als einer der besten "Footsie"-Werte um 3,03 Prozent auf 675,141 Pence.
Der französische Zementhersteller Lafarge senkte nach einem Gewinnrückgang seine Jahresprognose für die weltweite Zementnachfrage. Die Titel des HeidelbergCement-Konkurrenten verbilligten sich in der Folge um 0,95 Prozent auf 45,240 Euro. Dank besser als erwartet ausgefallener Gewinne hielten sich die Titel des spanischen Versorgers Iberdrola mit nur minus 0,10 Prozent auf 6,242 Euro noch überdurchschnittlich./chs/edh

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