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PARIS/LONDON (awp international) - Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Mittwoch mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Nach den Vortagsgewinnen hatten Experten bereits vor einer Überbewertung der Kursentwicklung gewarnt. "Die Märkte befinden sich noch immer in einem starken Spannungsfeld. Noch zu Beginn des Monats haben sie ihre obere Grenze getestet und nun sind die Indizes dabei, ihre Grenzen nach unten auszuloten", sagte Alexandre Le Drogoff, technischer Analyst bei Aurel BGC. "Am Markt fehlt derzeit einfach die Zuversicht und das wird auch noch solange weitergehen, bis die Investoren im September wieder aus ihren Ferien zurück sind."
Der EuroStoxx 50 verlor 0,33 Prozent auf 2.728,66 Punkte. In Paris gab der CAC-40-Index um 0,41 Prozent auf 3.647,93 Punkte nach. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,89 Prozent auf 5.302,87 Punkte nach unten
Aktien von Rohstoff- und Ölkonzernen gerieten stark unter Druck und die entsprechenden Branchenindizes im Stoxx 600 büssten am meisten ein. Börsianer verwiesen auf Sorgen um eine nachlassende Nachfrage in den USA. Total verloren 0,88 Prozent auf 39,010 Euro. BP sanken sogar um 2,55 Prozent auf 397,60 Britische Pence.
Minenaktien verloren ebenfalls an Boden und reduzierten ihre in den vergangenen Tagen verzeichneten Gewinne. BHP Billiton gaben um 3,44 Prozent auf 1.850,00 Pence nach. Der weltgrösste Minenbetreiber strebt nun eine feindliche Übernahme des weltgrössten Kali-Produzenten Potash Corporation of Saskatchewan an. Den Potash-Aktionären solle direkt ein Angebot unterbreitet werden, hatte der Konzern mitgeteilt. Am Vortag hatte Potash das 38,6 Milliarden US-Dollar schwere Übernahmegebot von BHP Billiton als zu niedrig zurückgewiesen und sowohl Investoren wie Analysten erwarten, dass BHP die Offerte für Potash aufstocken wird. "Alle sagen, dass BHP mehr bezahlen wird", sagte Tom Elliott, Geschäftsführer bei MM&E Capital in Melbourne.
In Kopenhagen schockte Vestas Wind Systems mit einem weiteren Quartalsverlust die Börse. Zudem kappte Vestas den Gewinnausblick für 2010. Analysten hatten nach dem Verlust im ersten Quartal für das zweite Jahresviertel mit der Rückkehr in die Gewinnzone gerechnet. Der Weltmarktführer hatte im abgelaufenen Quartal immer noch unter der schwachen Auftragslage aus dem Krisenjahr 2009 gelitten. Die Aktien brachen um 22,83 Prozent auf 242,70 Dänische Kronen ein.
he/fn

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