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FRANKFURT (awp international) - Angesichts aufkeimender Hoffnungen auf ein neues Rettungspaket für Griechenland hat der Dax am Freitag den Weg in die Gewinnspur gefunden. Der deutsche Leitindex konnte sich zur Mittagszeit mit 0,11 Prozent auf 7.117,88 Punkte ins Plus vorarbeiten, nachdem er zuvor noch lange Zeit in Richtung der Marke von 7.000 Punkten gefallen war. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es dagegen noch um 0,74 Prozent auf 10.480,12 Punkte bergab und auch der TecDax gab nach. Er fiel um 0,79 Prozent auf 867,62 Punkte.
Laut einem Händler kursierte am Markt das vage Gerücht, dass einem Rettungspaket für die Griechen in einem Umfang von 150 Milliarden Euro stattgegeben werden könnte. "Aber auch der grosse Verfall an den Terminbörsen führt zu unvorhersehbaren Verwerfungen", so der Börsianer. Zuvor gab Marktstratege Ben Potter von IG Markets schon zu bedenken, dass die Märkte stets zur Übertreibung neigten. "Es würde uns nicht überraschen, wenn am Wochenende bedeutende Fortschritte bei einer Lösung gemacht werden", so der Experte. Sollte sich dies bewahrheiten, dürfte das dem Markt einige Lasten abnehmen. Am Nachmittag könnte zudem noch das von der Uni Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen für Impulse sorgen.
INFINEON UND DIALOG SCHWACH - MUNICH RE DANK MORGAN STANLEY FEST
Die Papiere von Infineon sackten unter den schwächeren Dax-Werten um 1,19 Prozent auf 7,307 Euro ab. Händler begründeten dies mit einer weiteren Gewinnwarnung des Blackberry-Herstellers Research In Motion (RIM) , der wegen der starken Konkurrenz von Apples iPhone und den Android-Smartphones ein schwieriges erstes Geschäftsquartal hinter sich hat. Auch Verluste bei den Aktien des Handychip-Herstellers Dialog Semiconductor wurden am Markt damit begründet.
Schwach zeigten sich auch die um 0,66 Prozent leichteren Bayer-Aktien . Der Oberste Gerichtshof in den USA hat die Tür für eine zunächst verwehrte Sammelklage gegen den Pharma- und Chemiekonzern wegen des umstrittenen Blutfettsenkers Lipobay nachträglich wieder aufgestossen. Bei der Klage geht es um Erstattung wirtschaftlicher Schäden. Commerzbank-Analyst Volker Braun hält deutliche finanzielle Belastungen für nicht ausgeschlossen.
Vorne dabei waren derweil die Papiere von Munich Re mit einem Aufschlag von 1,14 Prozent auf 102,20 Euro. Die US-Investmentbank Morgan Stanley sieht die Papiere als einen der "Top Picks" im Versicherungssektor. Treffen mit einigen Versicherern hätten deutlich anziehende Investorenaktivitäten gezeigt und auch ihre Einschätzung einer guten Prämiendynamik in einigen Bereich bestätigt, so die Experten. Ferner konnten sich die Metro-Papiere mit plus 1,50 Prozent auf 42,84 Euro erholen. Anleger hätten die neuerlichen Verluste nach zwei schwachen Tagen mit einer Gewinnwarnung des Konkurrenten Carrefour zum Einstieg genutzt, hiess es.
CELESIO RUTSCHEN NACH GEWINNWARNUNG AB
Im MDax rauschten derweil die Aktien von Celesio um 12,52 Prozent auf 13,175 Euro nach unten und erreichten zwischenzeitlich ein Rekordtief. Händler machten eine Gewinnwarnung dafür verantwortlich. Der Arzneigrosshändler hatte am Vorabend unter anderem wegen der staatlichen Sparmassnahmen in Europa angekündigt, dass das untere Ende der Zielspanne für das operative Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nicht mehr deutlich über 600 Millionen Euro liege, wie es die Schätzungen der Analysten annähmen. Morgan Stanley reduzierte daraufhin die Gewinnprognosen und senkte das Kursziel. Auch die Commerzbank senkte das Ziel und stufte die Papiere zudem von "Add" auf "Hold" ab.
Unter den schwächeren MDax-Werten büssten EADS 1,84 Prozent auf 21,30 Euro ein. Ein Händler sprach davon, dass dem Flugzeugbauer weitere Verspätungen bei der Entwicklung des A350 drohten. Der Börsianer verwies auf einen Bericht in "La Tribune", wonach für die Indienststellung des Grossraumflugzeugs wohl mit weiteren Verzögerungen von zwei Jahren zu rechnen sei./tih/gl

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