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FRANKFURT (awp international) - Dank Hoffnungen auf eine Entspannung bei der japanischen Atomkrise hat der Dax hat am Freitag die vortags begonnene Erholung fortgesetzt. Allerdings schmolzen die anfangs höheren Tagesgewinne etwas ab: Gegen Mittag behauptete der deutsche Leitindex noch ein Plus von 0,49 Prozent auf 6.689,45 Punkte. Zum Schlusskurs vom Donnerstag vergangener Woche, dem letzten Handelstag vor dem Erdbeben in Japan, fehlen ihm aber noch mehr als fünf Prozent. Der MDax der mittelgrossen Werte stieg um 1,03 Prozent auf 9.841,08 Prozent und der TecDax rückte um 0,88 Prozent auf 880,89 Punkte vor.
"Die aktuelle Entwicklung folgt der Nachrichtenlage aus Japan", sagte Fondsmanager Raimund Saxinger von der Fondsgesellschaft Frankfurt-Trust. Die letzten Meldungen deuteten darauf hin, dass die erneuten Kühlversuche am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins erfolgreich zu sein schienen. Auch die politische Lage in Libyen scheine sich nach der Verhängung eines Flugverbots durch den UN-Sicherheitsrat zu beruhigen. Entsprechend seien die Anleger wieder eher bereit, Positionen aufzubauen.
Zuletzt meldete der Deutsche Wetterdienst allerdings, dass der Wind am japanischen Unglücksreaktor zu Beginn kommender Woche wieder in Richtung der Millionen-Metropole Tokio drehen soll. Als kleinen Stimmungsdämpfer für den Aktienmarkt bewerteten Börsianer auch, dass die chinesische Notenbank den Mindestreservesatz um 0,5 Prozent anhob. Im Fokus der Börsianer steht an diesem Freitag auch der grosse Verfall an den Terminterminbörsen, der "Hexensabatt", der traditionell für deutliche Kursbewegungen sorgt.
Die Adidas-Titel gaben nach Zahlen des US-Rivalen Nike 0,78 Prozent auf 43,495 Euro ab. Der weltgrösste Sportartikelkonzern leidet unter gestiegenen Kosten und konnte die Analystenerwartungen in seinem dritten Geschäftsquartal nicht erfüllen. Nachbörslich fiel die Aktie um mehr als fünf Prozent. Auch die Worte von Konzernchef Mark Parker, dass Nike jede Menge Neuheiten im Köcher habe, konnten die Anleger nicht gnädig stimmen. Nike spürte eigenen Angaben zufolge die gestiegenen Beschaffungskosten. Ein Börsianer sagte: "Bisher hat sich Adidas optimistisch gezeigt, seine operative Marge zu halten oder gar zu verbessern - der Bericht von Nike könnte hier etwas Unsicherheit bringen. Das belastet die Adidas-Aktien."
Nach einem Pressebericht standen die Aktien von MAN im Fokus. Die Einigung zwischen dem Nutzfahrzeughersteller und dem arabischen Staatsfonds IPIC im Streit um den skandalgeschüttelten Industriedienstleister Ferrostaal verzögert sich laut "Financial Times Deutschland" (FTD) abermals. Ohne eine baldige Beilegung des Streits sei auch Volkswagens Fahrplan für die angestrebte Lkw-Allianz von MAN und Scania kaum mehr einzuhalten. Die VW-Tochter Scania sollte möglichst noch im April ein Gebot für MAN abgeben. Händler sahen in der Nachricht zwar eine leichte Belastung für die Aktie. Diese legte dennoch um 1,08 Prozent auf 81,16 Euro zu.
Darüber hinaus bewegten Analystenkommentare zahlreiche Papiere. Die Aktien von Siemens gewannen an der Dax-Spitze 2,51 Prozent auf 92,47 Euro, nachdem die Deutsche Bank sie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 95,00 auf 110,00 Euro angehoben hatte. Für BASF ging es nach positiven Studien um 1,55 Prozent auf 56,170 Euro aufwärts. Bei K+S stützte eine Hochstufung der Commerzbank. Die Titel verteuerten sich um 1,81 Prozent auf 50,870 Euro. Zudem hatte Konkurrent Compass seine Preise angehoben, was laut Equinet ebenfalls für Rückenwind sorgt.
Im MDax verloren die Papiere von Gagfah 1,49 Prozent auf 6,740 Euro, nachdem die FTD berichtet hatte, dem Immobilienkonzern drohe eine mögliche Klage der Deutschen Rentenversicherung (DRV Bund). Der DRV Bund habe der Zeitung auf Anfrage gesagt, wenn der Rat der Stadt Dresden eine Klage gegen Gagfah beschliesse, werde auch die Rentenversicherung eine "Überprüfung der Einhaltung der betreffenden Schutzpflichten (...) vornehmen." Ein Börsianer wertet die Nachrichten klar negativ, zumal die mögliche weitere Klage umfangreicher ausfallen könnte als die von der Stadt Dresden drohende.
Die SDax-notierte Fluggesellschaft Air Berlin legte vorläufige Zahlen für das vergangene Jahr vor, die laut einem Börsianer nicht für Freude sorgten. "Sie sind aber keine Überraschung mehr, nachdem Air Berlin schon vor ein paar Tagen Einblick in die Entwicklung 2010 gegeben hat." Die Papiere verteuerten sich um 2,62 Prozent auf 3,170 Euro./gl/rum

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