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Aktien Frankfurt: Dax etwas schwächer - Dünne Umsätze - ISM-Index im Blick

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 12:02 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Dax ist am Montag nach schwachen Vorgaben von der Wall Street mit Verlusten in den Mai gestartet. Der Leitindex fiel bis zum Mittag um 0,32 Prozent auf 6.115,82 Punkte. Der MDax gab 0,08 Prozent auf 8.352,65 Punkte ab. Einzig der TecDax stieg um 0,43 Prozent auf 806,45 Punkte.
Angesichts geschlossener Börsen in Tokio und in London stellte Aktienhändler Christian Schmidt von der Postbank die extrem schwachen Umsätze heraus, so dass "nicht einmal das Thema Griechenland gross zu interessieren scheint". Der Experte sieht weiterhin eine Konsolidierungsbewegung, nachdem der Dax in der vergangenen Woche wegen der Verschuldungskrise in Europa deutlich gefallen ist und das Minus bislang nicht wieder wettmachen konnte. Am Nachmittag steht allerdings noch der ISM-Einkaufsmanagerindex aus den USA an und könnte für neue Impulse sorgen.
PRIVATE FINANZHÄUSER AN GRIECHENLAND-HILFEN BETEILIGT
Mit den Hilfsaktionen für Griechenland stehen auch private Banken und Versicherer unter Beobachtung. Laut Medienberichten wollen sich deutsche Finanzhäuser am Hilfspaket der Bundesregierung beteiligen: Für die Deutsche Bank , deren Aktien um 1,07 Prozent auf 51,70 Euro verloren, wird darin eine Summe von 500 Millionen Euro genannt. Auch die Allianz und Munich Re schössen 300 bzw. 200 Millionen Euro zu, hiess es. Die Aktien der Versicherungskonzerne gaben beide umm rund 0,40 Prozent nach.
Die Deutsche Telekom hält an diesem Montag ihre Hauptversammlung ab. Zuvor wurde bereits bekannt, dass Edward Kozel ab sofort Nachfolger von Hamid Akhavan als Technikvorstand wird. Akhavan war bereits im Februar aus dem Amt ausgeschieden. Aktien der Telekom verbuchten ein Plus von 1,05 Prozent auf 9,882 Euro.
FUCHS PETROLUB UND TNT MIT ZAHLEN
Zahlen gab es zum Wochenauftakt nur von Fuchs Petrolub , dessen Aktien gegen den Markttrend 3,20 Prozent auf 77,15 Euro gewannen und stärkster Wert im MDax waren. Das Zahlenwerk zum ersten Quartal lag etwas über den Erwartungen. Zudem präzisierte der Schmierstoffhersteller seine operative Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Aktien der Deutschen Post konnten von guten Zahlen des niederländischen Konkurrenten TNT profitieren und stiegen um 0,90 Prozent auf 12,345 Euro. Bayer-Aktien wurden ex Dividende gehandelt und standen nur optisch im Minus. Der Chemie- und Pharmakonzern schüttet 1,40 Euro je Anteilsschein an seine Aktionäre aus.
ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN
Deutsche Börse litten mit einem Minus von 2,08 Prozent auf 57,32 Euro deutlich unter zwei Abstufungen. Die Commerzbank sieht die positive Umsatzentwicklung an den Terminbörsen ausreichend im Kurs berücksichtigt und senkte daher ihr Votum von "Add" auf "Hold". Cheuvreux hatte seine Bewertung wegen einer schwachen Entwicklung bei Indexderivaten und anhaltend geringer Marktanteile der US-Tochter ISE von "Selected List" auf "Outperform" gesenkt. Das Kursziel wurde von 66 auf 64 Euro reduziert.
Positives gab es dagegen zu den Aktien von Lanxess , die 2,97 Prozent auf 36,73 Euro gewannen. Die WestLB hatte die Titel in Erwartung sehr guter Quartalsergebnisse von "Add" auf "Buy" hochgestuft. Zuvor verwies ein Börsianer bereits auf ein Medieninterview mit Unternehmenschef Axel Heitmann, wo dieser andeutete, dass der Chemiekonzern im ersten Quartal glänzende Zahlen erwirtschaftet habe.
Im TecDax sprangen Aixtron um 4,66 Prozent auf 24,92 Euro in die Höhe. Händlern zufolge soll die Deutsche Bank die Kaufempfehlung bestätigt und das Ziel von 36 auf 39 Euro erhöht haben. Aktien von Rheinmetall profitierten ebenfalls von einer Studie des Frankfurter Bankhauses. Nach einem anfänglich deutlicheren Anstieg standen die Aktien des Rüstungskonzerns zuletzt nur noch 0,27 Prozent im Plus bei 52,76 Euro./th/gl

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