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FRANKFURT (awp international) - Wegen anhaltender politischer Sorgen hat der Dax am Mittwoch seine jüngste Abwärtsbewegung fortgesetzt. Gegen Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,44 Prozent tiefer bei 7.286,43 Punkten. Der MDax der mittelgrossen Werte verlor 1,17 Prozent auf 10.183,63 Punkte und der TecDax büsste 0,91 Prozent auf 891,27 Punkte ein.
Die Spannungen in Nordafrika und dem Nahen Osten drückten weiter auf die Stimmung und trieben eine Korrektur voran, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Ähnlich äusserte sich Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba. Ein Rücktritt des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi könnte dem Markt zwar kurzfristig einen Schub geben. Doch die Unsicherheit darüber, was danach komme, würde weiter belasten. Schmidt sieht den Dax indes vor allem charttechnisch unter Druck. Nach dem am Freitag markierten Dreijahreshoch habe der Index den Aufwärtstrend gebrochen. Sollte er am heutigen Mittwoch abermals tiefer schliessen, könnte es kurzfristig bis auf rund 7.140 Punkte nach unten gehen, wo der Experte eine markante Unterstützung verortet.
Auf Unternehmensseite sorgte vor allem die in Gang kommende Berichtssaison für Gesprächsstoff: Mit der Commerzbank, Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) legten allein aus dem Dax drei Unternehmen Zahlen vor. Am Nachmittag könnten zudem einige US-Daten etwa vom Immobilien- und Ölmarkt neue Impulse geben.
COMMERZBANK BÜSSEN ANFANGSGEWINNE EIN
Die zuletzt sehr gut gelaufenen Aktien der Commerzbank konnten ihre Anfangsgewinne nicht behaupten und sackten zuletzt um 0,71 Prozent auf 6,175 Euro ab. Das teilverstaatlichte Institut hat 2010 wie erwartet einen Milliardengewinn erwirtschaftet und die Erwartungen der Analysten sogar ein wenig übertroffen. Im laufenden Jahr will die Commerzbank einen Teil der Staatsgelder zurückzahlen und den operativen Gewinn deutlich steigern. Dazu sollen die Kosten sowie die Risikovorsorge weiter sinken. Einer Händlereinschätzung zufolge fielen die Zahlen "auf allen Ebenen besser als erwartet" aus. Zudem sei die Bank gut in das neue Jahr gestartet.
Dagegen gewannen die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius 0,43 Prozent auf 63,270 Euro. Dessen Zahlen fielen laut Händlereinschätzungen "wie erwartet" aus. Der Konzern konnte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn steigern und rechnet 2011 ebenfalls mit Wachstum. Insgesamt liege das Zahlenwerk aber im Rahmen dessen, was der Markt für das Unternehmen vorhergesagt hatte. Ein Börsianer fügte hinzu, dass Fresenius ein sehr transparentes Unternehmen sei, das eine "offene" Unternehmenspolitik verfolge. Die Zahlen der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) seien indes "zum Teil besser als erwartet", was die Papiere mit Gewinnen von 0,81 Prozent auf 47,810 Euro honorierten. Vor allem die Gewinne sähen "sehr stark" aus, kommentierte ein Börsianer. Die Umsätze seien hingegen leicht hinter den Schätzungen zurückgeblieben.
MTU ENTTÄUSCHT - FREENET ÜBERRASCHT POSITIV
Beim Triebwerksbauer MTU sorgten schwächer als erwartete Zahlen und ein enttäuschender Ausblick für Kursverluste von 4,26 Prozent auf 48,205 Euro. Damit landeten die Aktien im MDax auf dem zweitletzten Platz. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) sowie der Überschuss stiegen im vergangenen Jahr zwar, aber nicht so stark wie von Analysten erwartet. Gleiches galt für den Umsatz.
Besser als erwartete Zahlen liessen die Aktien von Freenet im TecDax um 0,84 Prozent auf 8,835 Euro steigen. Vor allem die Ergebnisqualität des Mobilfunkbetreibers hat einer ersten Händlereinschätzung zufolge positiv überrascht. Der Umsatz sei indes wie erwartet ausgefallen, sagte ein Börsianer. Ein anderer Börsianer zeigte sich lediglich etwas enttäuscht von der Dividende 2011. Aber dies sei auch aus seiner Sicht "kein Beinbruch". Commerzbank-Analystin Heike Pauls sah die Jahresziele erreicht und liess das Votum auf "Buy" mit einem Kursziel von 11,00 Euro.
Dagegen konnten die Aktien von Centrotherm ihre frühen Gewinne nicht behaupten und büssten zuletzt 0,99 Prozent auf 33,345 Euro ein. Der auf die Solarindustrie spezialisierte Anlagenbauer konnte dank einer starken Nachfrage aus Asien im vergangenen Jahr bei Umsatz und operativem Gewinn deutlich zulegen. Für die Conergy-Titel ging es um 1,23 Prozent auf 0,403 Euro bergab. Der Solarkonzern musste 2010 erneut Verluste hinnehmen. Grund waren nach Angaben des Solarunternehmens unter anderem ausserplanmässige Abschreibungen bei Tochterfirmen im Zuge der finanziellen Sanierung sowie negative Steuereffekte./gl/rum

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